Anbieter zum Thema
Bei der Realisierung sind zwei Randbedingungen zu erfüllen
- Gemäß DIN 6892 darf die zulässige Flächenpressung zwischen Passfeder und Naben- bzw. Wellennut nicht überschritten werden. Erfahrungsgemäß kann bei Servoanwendungen mit häufigen Lastwechseln die Passfeder ausschlagen. Kein Kunde würde dies akzeptieren.
- Es muss die Dauerfestigkeit der Welle überprüft und sichergestellt werden. Durch die Einleitung des Drehmomentes über das Ritzel ergibt sich für die Welle zusätzlich ein Umlauf-Biegemoment. Dadurch wird die Welle sowohl an der Passfedernut als auch im Übergangsradius dynamisch auf Biegung belastet.
- Eine genauere Betrachtung dieser Stellen ermöglichen neue Forschungsergebnisse, die mit Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. (AiF) innerhalb der Forschungsvereinigung Antriebstechnik (FVA) gewonnen wurden.
Als wesentlichste Erkenntnis kann daraus abgeleitet werden, dass eine der Passfeder-verbindung überlagerte Fugenpressung nicht nur die Passfeder entlastet, sondern sich auch positiv auf die Dauerfestigkeit der Welle auswirkt. Maßgebend für die Nachprüfung der Wellenfestigkeit ist die DIN 743, die neben der verbindungsspezifischen Norm bei der Dimensionierung der WNV zusätzlich herangezogen werden muss. Ein Wellenbruch würde zu einem Totalausfall der Antriebseinheit führen und somit unter allen Umständen zu vermeiden.
Die Vorteile einer überlagerten Fugenpressung sollen nachfolgend an einem Beispiel verdeutlicht werden. Den Berechnungen liegt ein Ritzel (Modul 3 mm, 25 Zähne) mit einem Bohrungsdurchmesser von 40 mm und einer tragenden Passfederlänge von 50 mm zugrunde. Eine handelsüblich zu beziehende Passfeder ist aus dem Werkstoff C45k hergestellt, der eine Streckgrenze von RP0,2 = 490 N/mm2 besitzt. Die Verzahnung kann bei Sicherheit eins ein Drehmoment von 600 Nm übertragen. (Weitere Daten und Fakten finden sie auf den nächsten Seiten)
(ID:290940)