Kabel

Spezialkabel für Inspektionsroboter

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Einkabellösung entwickelt

„Auch das war eine Vorgabe von Inspector Systems. Wir haben zum ersten Mal für solch eine Anwendung eine Einkabellösung entwickelt und gebaut.“, sagt Böker. Neben den bereits beschriebenen Funktionen ist in den Spezialadern die Versorgung der Steuerungsmodule sichergestellt. Das Kabel enthält eine Busleitung zur Datenübertragung sowie einen trommelbaren (biegsamen) Lichtwellenleiter (LWL). „Dieser forderte uns besonders heraus: Ein trommelbares LWL-Kabel in die Einkabellösung hineinzubringen, ist sehr schwierig“, erklärt Böker. Der orangene Außenmantel ist aus einem speziellen Polyurethan (PUR) gefertigt und damit sehr abriebfest. Der Kanalroboter muss unter schweren Bedingungen arbeiten, die oft Ecken, Kanten und eine robuste Umgangsweise des Personals bereithalten. PVC würde diesen Belastungen nicht lange standhalten. Hingegen hat PUR eine hohe Shorehärte. Wird etwas in das Kabel gedrückt, hinterlässt das keine Spuren. Zudem ist es sehr zäh, bietet eine hohe Lebensdauer und eignet sich besonders für den Einsatz in rauen Umgebungen wie sie in Kanälen und Rohrsystemen herrschen.

Hitzel lobt die Zusammenarbeit: „Helukabel hat für uns ein auf die Anforderungen maßgeschneidertes Kabel entwickelt, mit dem sich unsere Roboter perfekt steuern lassen. Die Zusammenarbeit bei der Entwicklung des Kabels verlief reibungslos und mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden.“ Mittlerweile habe Helukabel für diesen Kunden vier Leitungstypen in vier Anlagen realisiert, fügt Böker hinzu.

Zwillingsleitung und weitere Sonderlösungen

Für einen Kanalroboter von Proskasro entwickelte Helukabel eine Zwillingsleitung, die weltweit eingesetzt wird: „Bei dieser Zwillingsleitung haben wir es geschafft, zwei nebeneinander liegende PUR Elemente miteinander zu verschweißen“, sagt Böker. Während bei der GE Hitachi Lösung aus zwei ein Kabel gemacht werden sollte, lautete die Vorgabe hier genau umgekehrt. Aus Platzgründen wurde bei einem Kanalroboter der Spülschlauch an die Seite des Versorgungskabels geschweißt.

Weitere Sonderleitungen sind sogenannte Schiebekabel, mit denen sich verstopfte Abflüsse frei schieben lassen. Ihr Außenmantel besteht aus Polyamid und ist sehr hart. Im Inneren befinden sich um einen Glasfaserkern Versorgungsadern. Weil das Kabel so stabil ist, lässt es sich ohne zu verknicken in Abflüsse aller Art einschieben. Dabei ist es aber so flexibel, dass es sich an den Rohrinnenwänden entlang biegt.

„Für solche und alle anderen Anwendungen, die sich nicht mit Kabeln aus dem Standardkatalog realisieren lassen, gibt es bei Helukabel unsere Abteilung für Spezialkabel“, erklärt Böker. Acht Konstrukteure kümmern sich dort um die Sonderwünsche der Kunden von der einfachen Farbveränderung des Außenmantels bis hin zur kompletten Neuentwicklung von Sonderkabeln. (sh)

SPS IPC Drives 2014: Halle 6, Stand 160

* Angela Struck ist freie Journalistin und Geschäftsführerin der Presse Service Büro GbR

(ID:43051297)