Riemen Spezial-Zahnriemen erhöhen die Einzugsgenauigkeit
Gemeinsam mit der Otto Bihler Maschinenfabrik entwickelte Optibelt für den Radialzangenvorschub RZV 2 präzise Sonderzahnflachriemen aus Polyurethan. Durch das Optimieren der Zugträgern, des Materials und der Zahnscheiben, konnte auf diese Weise die Einzugsgenauigkeit deutlich verbessert werden.
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Für das rationelle Zuführen von Band- oder Drahtmaterial an Biegemaschinen, Pressen und Profiliermaschinen entwickelte Bihler, einer der führenden Hersteller von Stanz-Biegeautomaten, den mittlerweile patentierten Radialzangenvorschub RZV 2. Dieser unterscheidet sich von konventionellen Einzügen durch seine variable Einzugslänge von null bis unendlich, die zudem flexibel umgerüstet werden kann.
Von einem wassergekühlten Servomotor geht der Antrieb auf einen umlaufenden hochpräzisen Spezial-Zahnriemen über, auf dem 12 Einzugszangen mit Druckausgleichsystem befestigt sind. Dieser Spezialzahnriemen der Baureihe ALPHA SRP von Optibelt ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen den Herstellern der Maschinensysteme und der Übertragungselemente sowie A & M Belting Company in Letterkenny/Irland.
Mit Teamarbeit zum neuen ZahnriemenUm die geforderte Präzision des Zahnriemens zu gewährleisten, mussten neue Wege in der Formenfertigung beschritten werden. Neben der Erfahrung und den Fertigungsmöglichkeiten der Maschinenfabrik im Bereich Metallbearbeitung und Präzisionsfertigung floß auch des Know-how des Zahnriemenherstellers in der Entwicklung und Fertigung von gegossenen Polyurethan-Zahnriemen.
Gemeinsam entwickelten die Partner einen Sonderzahnflachriemen und eine Gießform, in der sich ein Zahnriemen fertigen lässt, der die Anforderungen des Kunden vollkommen erfüllt. Bei A &M in Irland, einer Tochtergesellschaft der Arntz Optibelt Gruppe, werden diese gegossenen Polyurethan-Zahnriemen hergestellt. Durch das Gießverfahren lassen sich mehrlagige Riemenaufbauten in einem Arbeitsgang herstellen und eine hohe Teilungsgenauigkeit erreichen.
Optimierte Komponenten erhöhen die Einzugsgenauigkeit
Mit einem herkömmlichen Zahnriemen aus dem Standardprogramm lag die Einzugsgenauigkeit des Radialzangenvorschubs bereits bei etwa 0,2 Millimeter. Der neue Präzisionszahnriemen reduzierte jedoch auf Anhieb die Einzugstoleranz auf 0,05 Millimeter und konnte durch Optimierung der Zahnriemenkomponenten verbessert werden. Mit flexiblen Zugträgern und abriebfestem Polyurethan sowie verbesserten Zahnscheiben sank die Toleranz auf 0,03 Millimeter.
Alle Einzelkomponenten – Riemenzähne, Riemenrücken, Riemenverstärkungen – sind in einer Vielzahl unterschiedlicher Ausführungen erhältlich: Shore-Härte, Farbe und Reibwert können nahezu beliebig variiert werden. Um die Eingenschaften an die individuellen Anforderungen anzupassen, stehen weitere mechanische Bearbeitungsmöglichkeiten, wie lochen, schleifen, Zähne entfernen oder Nuten einfräsen zur Verfügung. Bereits in der Gießform werden die Sonderzahnflachriemen mit einer sich nicht lösenden Beschichtung versehen, die eine wesentlich bessere Haftung im Vergleich mit nachträglich beschichteten Riemen zwischen den einzelnen Elementen verspricht.
Mit den Spezial-Zahnriemen neue Einsatzgebiete erschließen
Durch die Einführung des Radialzangenvorschubs eröffnen sich neue Möglichkeiten nicht nur auf Fertigungsanlagen des Herstellers, sondern durch seine Kompaktheit und Flexibilität auch auf anderen Produktionssystemen. Die Präsentation der neuen Vorschubgeneration fand daher ein breites Echo auf dem Markt und der RZV 2 in der Zwischenzeit zahlreiche Abnehmer. Doch die Einsatzgebiete der abriebfesten Spezialriemen reichen weiter: vom Multifunktionsriemen für Antriebs- und Transportsteuerung über Riemen mit komplexen Mitnehmern für spezielle Schaltfunktionen bis hin zu komplizierten rotationssymmetrischen Formteilen.
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