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Die Ätztechnik rentiert sich nur für dünne Metallteile
Das photochemische Ätzen weist bei den metallischen Werkstoffen eine große Bandbreite auf. Markus Rettig: „Sowohl harte Metalle wie der Edelstahl Sanvik 7C27Mo2 oder Inconel als auch weiche Metalle wie Aluminium oder Kupfer können verarbeitet werden.“ Auch teures und schwer zerspanbares Titan sowie Titanlegierungen lassen sich mit dem Ätzverfahren wirtschaftlich bearbeiten. Precision Micro ist der erste Anbieter in Europa, der diese effiziente Titanbearbeitung sowohl für Prototypen- als auch Serienfertigung realisieren kann. Was die Blechdicke angeht, lässt sich sagen: Ideal ist die Ätztechnik für Metalle mit einer Stärke zwischen 10 µm und 1,5 mm und für Plattengrößen bis zu 600 mm x 1500 mm. Bei dickeren Metallen würde der Ätzvorgang länger dauern und sich damit nicht mehr rentieren.
Die Zeiten für Vorlauf und Bearbeitung müssen beachtet werden
Eine nicht zu unterschätzende Variable für die Wirtschaftlichkeit des Herstellungsprozesses ist die Geschwindigkeit. Dabei zu beachten sind einerseits die eigentliche Bearbeitungszeit, andererseits aber auch die Vorlaufzeit bis zum eigentlichen Produktionsvorgang. Das Stanzen ist ein Hochgeschwindigkeitsverfahren, mit dem schnell hohe Stückzahlen gefertigt werden können. Allerdings ist die Vorlaufzeit mit der Werkzeugerstellung sehr lang – Bauteilumgestaltungen sind ebenfalls zeitaufwändig und auch teuer. Beim Laserstrahlschneiden ist die Bearbeitungsgeschwindigkeit grundsätzlich hoch, die Vorlaufzeiten gering. Jedoch können aufwändige Designs die Programmierungszeit verlängern. Da jede Kante oder Öffnung einzeln geschnitten wird, nimmt zudem auch die Bearbeitungszeit bei komplexeren Teilen zu. Im Vergleich zum Wasserstrahlschneiden werden bei der Lasertechnik höhere Schnittgeschwindigkeiten erzielt. Die Ätztechnik zeichnet sich durch eine sehr kurze Vorlaufzeit aus, da die digitalen Werkzeuge, wenn nötig, in wenigen Stunden erstellt werden können. Auch der Herstellungsprozess an sich ist zügig und eignet sich damit auch für Serienfertigungen sowohl in kleineren als auch in großen Stückzahlen.
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