Flüssiges Futterblech Spalte in vorgespannten Schraubverbindungen ausgleichen

Quelle: Pressemitteilung Diamant Polymer 2 min Lesedauer

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Fertigungs- oder montagebedingte Spaltbildungen sind ein Risiko für das Aufbringen des erforderlichen Vorspannkraftniveaus und begünstigen die Entstehung von Spaltkorrosion. Jetzt wurde im Rahmen eine Forschungsprojektes mit dem Metallpolymer MM1018 eine form- und kraftschlüssige Alternative zu Futterblechen im Stahlbau gefunden.

Durchgeführte Gleitfaktortests zeigen ein erfreuliches Potenzial im Hinblick auf den möglichen Einsatz in rutschhemmend vorgespannten Verbindungen. Dabei wird bereits nach 24 Stunden eine ausreichend hohe Festigkeit des flüssig aufgebrachten Metallpolymers erreicht.(Bild:  Diamant Polymer GmbH)
Durchgeführte Gleitfaktortests zeigen ein erfreuliches Potenzial im Hinblick auf den möglichen Einsatz in rutschhemmend vorgespannten Verbindungen. Dabei wird bereits nach 24 Stunden eine ausreichend hohe Festigkeit des flüssig aufgebrachten Metallpolymers erreicht.
(Bild: Diamant Polymer GmbH)

Fertigungs- und montagebedingte Unvollkommenheiten können im Stahlbau nicht ausgeschlossen werden, so dass sich zwischen den verschraubten Bauteilen von Brücken, Funkmasten oder Turmbauwerken Lücken bilden können. Diese Spalte können die dauerhafte Tragfähigkeit der vorgespannten Schraubverbindung erheblich beeinträchtigen und sogar zu vorzeitigem Versagen führen. Sie sind deshalb nach EN 1090-2 auf ein Minimum zu begrenzen.

Spalte form- und kraftschlüssig verbinden

Da Spalte oft nicht vollständig durch Futterbleche ausgeglichen werden können, befasste sich das ZIM-Kooperationsprojekt „Bri-San-T - DuroFüllSta“ mit der Entwicklung umweltverträglicher, Spaltausgleichsmaterialien, welche die Spalte form- und kraftschlüssig verbinden und in vorgespannten geschraubten Verbindungen des Stahlbaus eingesetzt werden können. Das vom BMWK geförderte Projekt wurde vom Institut für Metall- und Leichtbau der Universität Essen in Kooperation mit der Diamant Polymer GmbH durchgeführt. Dabei wurden erstmals sowohl die Vorspannkraftverluste als auch der Gleitwiderstand analysiert und bei der Entwicklung eines Bemessungskonzepts berücksichtigt. Bei der Rezeptur der Spaltausgleichsmaterialien wurden verschiedene, umweltverträgliche Materialien eingesetzt.

Metallpolymer MM1018 als Spaltausgleichsmaterial geeignet

Wie Diamant Polymer mitteilt, wurde das Metallpolymer MM1018 untersucht. Es ist ein mit speziellen metallischen Werkstoffen gefülltes Zweikomponenten-Reaktionsharzsystem, das sowohl in flüssiger (MM1018 FL) als auch in pastöser Konsistenz (MM1018 P) geliefert werden kann. Das duroplastische Spaltausgleichsmaterial kann Kräfte von dynamischen und statischen Lasten übertragen. Die in experimentellen Untersuchungen durchgeführten Gleitfaktortests in Anlehnung an EN 1090-2, Anhang G, zeigten ein erfreuliches Potenzial im Hinblick auf den möglichen Einsatz des flüssigen Futterbleches MM1018 in rutschhemmend vorgespannten Verbindungen. Eine weitere Untersuchung zeigte, dass bereits nach 24 Stunden eine hohe Festigkeit des Materials erreicht wird.

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