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Elektromobilität

Solarenergie für das Auto – aufgeladen in weniger als einer Stunde

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Obwohl Sieve die Möglichkeit hätte, sein Fahrzeug in kürzester Zeit fahrbereit zu machen, entscheidet er sich zuhause doch meistens für eine längere Beladung in der Nacht: „Ich versuche immer, die Batterie möglichst sinnvoll zu nutzen und wähle den Ladevorgang dann so, dass der komplette Strom meines Blockheizkraftwerks verbraucht wird. Da in der Nacht genug Zeit ist, mein Auto aufzuladen, wähle ich eine Leistung von lediglich 6 kW, sodass es etwa acht Stunden dauert, bis der Ladevorgang komplett abgeschlossen ist.“ Unterwegs finden sich alle 200 km sogenannte Super-Charges, an denen das Auto innerhalb von 20 Minuten kostenfrei mit regenerativem Strom geladen werden kann.

Stromverbrauch unabhängig vom öffentlichen Netz

Sieves Ziel ist immer, möglichst keinen Strom aus dem öffentlichen Versorgungsnetz ziehen zu müssen. Bilanziell gesehen ist LS mit seiner Anlage vollkommen autark. Rund 25.000 kW/h der jährlich 50.000 kW/h erreichten Leistung verbrauchen die Ladevorgänge für das Fahrzeug, der Rest geht an die Firma. „Meist erwirtschaften wir jährlich auch noch einen kleinen Überschuss von 3000 kW/h, der dann ins öffentliche Netz eingespeist wird“, sagt Sieve.

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Gerade die Autarkheit ist es auch, die den Geschäftsführer vom Laden seines Fahrzeugs über das Energiespeichersystem überzeugt hat. „Innerhalb von zehn Jahren wird sich das Elektrofahrzeug amortisiert haben“, ist sich Sieve sicher, da trotz des relativ hohen Anschaffungspreises von 90.000 Euro jährlich an die 12.000 Euro Spritkosten eingespart werden können und die Wartung bis zu 80.000 km kostenlos erfolgt. (sh)

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