Simulation Software optimiert Verzug bei faserverstärkten Kunststoffbauteilen
Durch Simulationen in der Konzeptphase wird mit der Software NX CAE der Verzug von faserverstärkten Kunststoffbauteilen verringert und eine höhere Steifigkeit erreicht. So lassen sich Kosten senken und Risiken in der Herstellung von Kunststoffbauteilen minimieren.
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Die CAE Group hat eine neue Simulationsanwendung zur Verzugs- und Festigkeitsoptimierung von faserverstärkten Kunststoffbauteilen in der frühen Konzeptphase entwickelt. Die Software NX CAE berechnet die ideale Angussposition unter Berücksichtigung der spezifischen Materialeigenschaften, um den Verzug zu reduzieren. Denn stellt sich bei den ersten Bauteilen heraus, dass der Verzug zu groß ist, können nachträgliche Änderungen aufgrund von Instabilität, weniger Passgenauigkeit und längeren Montagezeiten teuer werden.
„Für Hersteller von kurzfaserverstärkten Kunststoffbauteilen wie Türverkleidungen bedeutet das eine frühzeitige Verzugsoptimierung von bis zu 50%, die Zeit und Geld spart“, macht Projektleiter Afshin Parvazi deutlich. So sei das zeitintensive Ermitteln der optimalen Angussposition durch manuelle Variation nicht mehr nötig.
Weniger Kosten, verbessertes Design
In Verbindung mit NX Nastran Optimization lassen sich darüber hinaus die Materialkosten für faserverstärkte Kunststoffbauteile deutlich verringern. Durch Änderungen der Wanddicken in einer Spritzgusssimulation kann eine automatische Reduktion erzielt werden. In der Automobilindustrie bedeutet dies für Hersteller von zum Beispiel Stossfängern eine Gewichtsreduktion von bis zu 16 %. Hinzu errechnet die Software eine optimale Wanddickenverteilung. Die Folge ist eine höhere Steifigkeit. „Aus dieser Optimierung können wir Rippen an Stellen ableiten, die den maximalen Wert der Designvariable erreichen“, erklärt Diplom-Ingenieur Parvazi. „Damit stellen wir eine kunststoffgerechte Konstruktion sicher.“ (mz)
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