Lizenzmanagement Software-Lizenzen optimal verteilen

Redakteur: Lilli Bähr

Häufig werden bei hochpreisiger, technischer Software Netzwerklizenzen eingesetzt. Indem sich mehrere Nutzer eine Lizenz teilen, lassen sich die Kosten reduzieren. Was es für ein bedarfsgerechtes Management von Lizenzen zu beachten gilt, hat der Softwareanbieter DeskCenter zusammengestellt.

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Bedarfsgerechtes Management von Softwarelizenzen kann Kosten reduzieren.
Bedarfsgerechtes Management von Softwarelizenzen kann Kosten reduzieren.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Unter dem Begriff Netzwerklizenz werden Lizenzmodelle wie Named User, Token oder das Concurrent-User-Verfahren zusammengefasst. Sie kommen vor allem im Engineering-Umfeld bei hochspezialisierten Anwendungen zum Einsatz, etwa bei CAD, PLM (Product Lifecycle Management) oder GIS (Geographische Informationssysteme). Diese Spezialapplikationen können laut Deskcenter selbst bei kleineren Unternehmen pro Jahr Kosten im 6-stelligen Bereich für Lizenzen und Wartung verursachen. Es empfiehlt sich deshalb, deren Einsatz genau zu kalkulieren. Erfahrungswerte belegen, dass sich aus der optimierten Nutzung von Netzwerklizenzen ein Einsparpotenzial von 15 % bis 20 % der jährlichen Kosten ergeben kann.

Große Flexibilität führt zu hoher Komplexität

Auch wenn sich mehrere Anwender eine Lizenz teilen, muss dafür gesorgt sein, dass jedem eine Lizenz zur Verfügung steht, wenn er sie ad hoc benötigt. Denn die Reduzierung von Kosten darf die Produktivität nicht beeinträchtigen oder gar zu Ausfällen in der Produktion führen.

Echte Nutzungsdaten sorgen für Klarheit

Für eine optimale Lizenzverteilung müssen Unternehmen deshalb die tatsächlichen Nutzungsdaten bezogen auf das Lizenzmodell genau erheben können. Nur so wissen sie, wer, wann, wo, wie lange, welche Lizenz genutzt hat. Noch wichtiger: Welche Software der Anwender wann nicht nutzen konnte, weil keine Lizenz verfügbar war. Werden diese Daten zentral und standardisiert für alle Produkte und Lizenzmodelle gesammelt, lassen sich Netzwerklizenzen bedarfsgerecht zuweisen. Umfangreiche Analysen dienen dann als Entscheidungsgrundlage für Beschaffung oder Umverteilung von Lizenzen.

Einfache SAM-Lösungen am Limit

Die Erhebung der unternehmensweiten Nutzungsdaten für Netzwerklizenzen ist jedoch komplex. Mehrere Lizenzmodelle für dasselbe Software-Produkt, weltweit verteilte Standorte mit einer Vielzahl an Lizenzservern und unterschiedliche Zeitzonen erschweren die Datenerhebung.

Einfache Standardlösungen für das Software Asset Management (SAM) stoßen hier an ihre Grenzen. Denn sie können laut Unternehmen die maximale Auslastung von Netzwerklizenzen per Periode, Lizenz-Engpässe oder Downtimes von Lizenzservern in der Regel nicht aufzeichnen. Die genaue Erfassung soll, wenn überhaupt, nur mit hohem, manuellem Aufwand verbunden und deshalb nicht nachhaltig sein.

Klassische SAM-Lösungen warnen auch nicht automatisch bei Überschreitung kritischer Werte. Sie bieten zudem keine Möglichkeit, „ruhende Sitzungen“ zu schließen, um eine Netzwerklizenz für den nächsten Nutzer freizugeben. Dies sollen nur auf Netzwerklizenzen spezialisierte Tools leisten können wie OpenLM.

Integration schafft Durchblick

Mit einer integrierten SAM-Lösung, die sowohl Einzelplatz- als auch Netzwerklizenzen abdeckt, sollen Unternehmen die tatsächliche Lizenznutzung zuverlässig über eine Datenbank und bequem über eine Oberfläche steuern, wie in der DeskCenter Management Suite, die OpenLM vollständig integriert.

Damit sollen Unternehmen gerade im Bereich der hochpreisigen Netzwerklizenzen die Balance zwischen Produktivität und Kosten halten. Gleichzeitig können Compliance-Anforderungen laut Unternehmen nachweislich und nachvollziehbar erfüllt werden, da alle Lizenzmodelle und Bereitstellungsarten zusammengefasst sind, sei es klassisch serverbasiert, aus der Cloud oder hybrid. (lb)

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