Sensorlager SKF-Sensorlager mit EMV-Filter schützt vor Schäden durch Stromstöße

Redakteur: Ute Drescher

SKF hat ein neues Sensorlager mit verbessertem Schutz gegen Stromstöße entwickelt. Das Lager eignet sich insbesondere für Elektromotoren: Es verfügt über einen EMV-Filter, der die empfindliche Elektronik des Sensorlagers vor hohen elektrischen Belastungen schützt.

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Lager mit Schutzschild: Der EMV-Filter in den neuen Sensorlagern von SKF schützt die empfindliche Elektronik vor hohen elektrischen Belastungen.
Lager mit Schutzschild: Der EMV-Filter in den neuen Sensorlagern von SKF schützt die empfindliche Elektronik vor hohen elektrischen Belastungen.
(Bild: SKF)

„Wenn man die nominellen Lebenserwartungen von mechanischen und elektronischen Komponenten miteinander vergleicht, schneiden die elektronischen Bauteile meist deutlich besser ab. Dadurch entsteht leicht der Eindruck, dass beispielsweise ein Sensor grundsätzlich länger hält als ein Wälzlager. Ein ganz anderes Bild ergibt sich jedoch, wenn man den Einsatz dieser beiden Produktkategorien in einem industriellen Umfeld betrachtet: Hier sind elektronische Komponenten häufig elektrischen Überlastungen ausgesetzt, beispielsweise durch Stromstöße oder Entladungen. Der EMV-Filter verbessert den Schutz der Sensoren im Lager, verringert mögliche Stillstandszeiten und reduziert die Wartungskosten“, sagt Olivier Message, SKF Direktor Sensor Bearings.

Schwierige industrielle Bedingungen finden sich u. a. in Zuckerfabriken oder auch auf isolierten Böden: Hier können sich beispielsweise die Rahmen von Gabelstaplern sehr stark elektrostatisch aufladen. Dadurch wächst die Gefahr, dass sich die Spannung schlagartig entlädt, wenn ein Gabelstapler in die Nähe von Stahlträgern gerät. Der dabei entstehende Entladungsfunke kann die Elektronik beschädigen.

Selbst wenn der Funke keinen direkten Einfluss auf die Sensoren oder die Steuereinheit hat, könnte die aufgetretene Spannungsveränderung eine Art Rückwirkung auslösen, aus der wiederum Stromstöße resultieren. Es handelt sich dabei um schnelle, transiente elektrische Störungen (EFTs) mit einer Spannung bis zu einigen Tausend Volt. Im besten Fall wird dadurch nur kurzzeitig die Stromversorgung beeinträchtigt. Im schlimmsten Fall droht die vollständige Zerstörung von Steuerung und Sensoren.

Um dieses Risiko zu minimieren, haben SKF-Experten das Phänomen im Hinblick auf Sensorlager gründlich untersucht. Ergebnis der Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen ist ein EMV-Filter, der den Hall-Sensor und andere elektronische Komponenten in den Sensorlagereinheiten von SKF schützt. (ud)

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