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Die Hersteller erweitern ihr Portfolio in der Antriebstechnik
Um den Anforderungen im Maschinen- und Anlagenbau gerecht zu werden, erweitern Hersteller von Antriebs- und Automatisierungstechnik zunehmend ihr Produktportfolio und ihr Dienstleistungsangebot in Breite und Tiefe. Dabei entstehen aufeinander aufbauende Gerätereihen, deren Funktionsumfang und Antriebsperformance sich von Typ zu Typ erweitern, die in der Bedienung aber gleich bleiben. Sie ermöglichen somit die funktional und wirtschaftlich optimale Ausrüstung einer Antriebsaufgabe. Abgedeckt wird hierbei der gesamte funktionale Lösungsraum. Er reicht vom einfachen Frequenzumrichter, der etwa einen Standard-Asynchronmotor für einen simplen Vorschub steuert, bis hin zu einer komplexen, mehrachsigen Motion-Control-Applikation, die im Echtzeitbetrieb das Falten von komplexen Verpackungen in einer Tray Forming-Maschine in der Verpackungsindustrie regelt.
Dieses weite Spektrum hat in der Vergangenheit zum Nebeneinander von Frequenz- und Servo-Umrichtern geführt, mit dem Effekt, dass die zwei Parallelwelten oft nicht in der Lage waren, Hand in Hand zu arbeiten. Entsprechend aufwändig waren häufig Integration, Steuerungseinbindung, Kommunikation sowie Service, Wartung und Ersatzteilhaltung.
Schritt zur Servo-Welt
Technische Innovationen haben in der jüngsten Vergangenheit dazu geführt, dass der Abstand zwischen einzelnen Antriebslösungen immer geringer wurde. Ein Beispiel dafür ist der Ausbau von Frequenzumrichtern, der dazu führt, dass der Schritt zur klassischen Servowelt nur noch klein ist. Das hat zur Folge, dass moderne Frequenzumrichter durchaus in der Lage sind, auch Positionieraufgaben zu übernehmen – nicht zuletzt weil sie mit Rückführsystemen kombiniert werden können. Diese Entwicklung – von Lenze konkret umgesetzt in Form der Inverter Drives 8400 – schafft die Grundlage für ein modernes Lösungsangebot, das vom einfachen Drehzahlsteller bis zum High-End-Servo-Umrichter einen großen Funktionsraum mit nur einer Plattform abdeckt. Die Vorteile: ein höherer Standardisierungsgrad, eine klare funktionale Skalierung, durchgängige Bedientools, schnelleres Engineering und kürzere Einarbeitungszeiten. Das Ergebnis sind insgesamt sinkende Total Costs of Ownership (TCO), weil der Antrieb aus mechatronischer Perspektive als funktionale Gesamtheit betrachtet wurde.
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