Sintern

Sintertechnik als wirtschaftliche Serienlösung

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Der Fertigungsablauf für das Pressen und Sintern

Nach Herstellung aller Presswerkzeugelemente erfolgt das Rüsten der Pulverpresse. Für den gesamten Pressablauf, vom Füllen der Matrize mit dem pulverförmigen Werkstoff über das Zusammenfahren der Werkzeugelemente, das Verdichten bis hin zum Entformen, wird ein Pressprogramm erstellt. Die Grünlinge werden mit einem gesteuerten Greifer abgenommen und auf einem Transportband abgelegt. Im nachfolgenden Sinterprozess ergibt sich eine feste Verbindung der bis dahin lose aneinander gepressten Partikel. Bei einer Endtemperatur von ca. 1150 C° sowie einem Prozessgasgemisch aus Stickstoff und Wasserstoff erhalten die Teile ihre geforderte Festigkeit. Hierbei durchlaufen sie zuerst eine Entwachsungsphase, bei der die Presshilfsmittel ausgetrieben werden, sowie eine anschließende Sinterphase, bei der die einzelnen aneinander gepressten Granalien eine feste Verbindung eingehen.

Bei der hier beschriebenen Funktionskomponente wurden die Teile letztlich einsatzgehärtet, um die spezifischen Drehmomente, die gefordert wurden, zu erreichen. Nachdem die ersten gesinterten Komponenten in allen Merkmalen der Kundenspezifikation entsprachen, wurde der Erstmusterprüfbericht erstellt. Zur Zeit werden pro Jahr ca. 300.000 Teile produziert mit guten Aussichten auf steigende Stückzahlen.

Zwischen der Anfrage, der Optimierung des Artikels, der Konstruktion, dem Produktionsprobelauf sowie der Erstmusterfertigung lagen nur wenige Wochen. Analysen des Kunden ergaben, dass eine zerspanende Herstellung des Bauteils wirtschaftlich nicht tragbar gewesen wäre. Auch bezüglich der Reproduzierbarkeit der Maße lag das Sinterverfahren klar im Vorteil.

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