Werkstoffe Sieben Neuheiten aus dem Bereich Werkstoffe
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Von einem hydrolysebeständigen Hochleistungspolyurethan, über ein schnellhärtendes Epoxidharz-Prepregsystem für überlegene Flammwidrigkeit in Batteriegehäusen, bis zu einem selbstschmierenden Werkstoff für Satelliten – die Neuheiten im Bereich Werkstoffe.
Mit „98 AU 30500“ haben die Materialentwicklungsexperten von Freudenberg Sealing Technologies ein hydrolysebeständiges Hochleistungspolyurethan entwickelt, das für mobilhydraulische Dichtsysteme bessere Eigenschaften bieten soll als die herkömmlichen PTFE-Varianten. Das Material ist extrem verschleißfest und hoch-medienbeständig. Zudem besitzen Dichtungen aus 98 AU 30500 eine geringe Reibung, niedrige Spaltextrusion und damit verbunden eine lange Lebensdauer. Das Polyurethan lässt sich von -25 Grad bis +120 Grad einsetzen. Mit der Kolbendichtung „OMK-PU 30500“ in 17 Abmessungen hat Freudenberg Sealing Technologies eine neue Anwendung mit dem Material 98 AU 30500 im Portfolio. Diese zweiteilige Kolbendichtung aus dem hydrolysebeständigen Hochleistungspolyurethan, kombiniert mit einem O-Ring-Anpresselement, ist eine echte Alternative zu herkömmlichen Kolbendichtungen mit PTFE-Gleitring. Neben mobilhydraulischen Anwendungen im Baumaschinenbereich in Regionen mit hoher Luftfeuchtigkeit gäbe es laut Freudenberg auch die ersten Anfragen von Kunden zum Beispiel aus der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie.
Material für überlegene Flammwidrigkeit in Batteriegehäusen
Solvay hat mit Solva-Lite 716 FR ein schnellhärtendes Epoxidharz-Prepregsystem für eine Vielzahl von Strukturbauteilen und Verstärkungen in batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen (BEVs) in sein Portfolio aufgenommen. Es hat eine Glasübergangstemperatur (Tg) von 145°C (293°F) und übertrifft die Leistungsfähigkeit von Aluminium als auch von Verbundwerkstoffen mit diskontinuierlichen Fasern in praxisnahen Brandschutzprüfungen nach UL 2596 bei einer Wanddicke von 2 mm. Neben dem Fahrzeugbau lässt sich das Material auch für Bauteile mit allgemeiner Flammwidrigkeit gemäß UL94 V-0 einsetzen. Das Prepregsystem wurde gezielt für eine kurze Druckaushärtungszeit von acht Minuten bei 150°C (302°F) entwickelt. Gleichzeitig bietet es eine erhöhte Wärmebeständigkeit und ermöglicht kürzere Zykluszeiten, was Verarbeitern den Einsatz effizienterer Fertigungstechniken ermöglicht, wie dem proprietären Doppelmembran-Formverfahren (Double Diaphragm Forming, DDF) von Solvay. SolvaLite 716 FR ist in verschiedenen Formaten mit diversen Endlosfasern verfügbar, um selbst anspruchsvollste mechanische Anforderungen unter höchster Belastung zu erfüllen. Das minimiert die erforderlichen Wanddicken und erschließt kompaktere Gehäuse für erhöhte volumetrische Energiedichte bzw. optimierte Fahrzeug-Z-Höhe.
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