Gasfeder Sicherheit im Brandfall
Die patentierten hydropneumatischen Gasfedern von Stabilus ermöglichen Sicherheit und Flexibilität für Anwendungen in der Automotive-Industrie und Gefahrgut-Logistik.
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Die Gasfeder Lift-O-Mat BF (Bonfire) von Stabilus mit patentierter Technologie eignet sich ideal für die Gefahrgut-Logistik. Dies betrifft insbesondere Gefahrgut-Transportbehälter und Automotive-Ladungsträger, die die spezielle Außenbrandprüfung UN-Test 6(c) bestehen müssen. Lift-O-Mat BF wurde eigens für derartige Anwendungen entwickelt und besitzt eine Sicherheitsfunktion zum selbstständigen Entgasen der Gasfeder im Brandfall. Damit wird ein unkontrolliertes Verhalten vermieden und jede Feuerprobe problemlos bestanden.
Beispielsweise zur Beförderung von Airbags werden Gefahrgutbehälter eingesetzt. Diese müssen den so genannten Bonfire-Test – eine Außenbrandprüfung gemäß UN-Test 6 (c) – bestehen. Hierbei wird das Verhalten der Behältermaterialien und des Inhalts im Brandfall geprüft. Diffundieren dabei Einzelteile unkontrolliert, so stellt dies eine Gesundheitsgefährdung dar. Ein zu hoher Innendruck der Gasfeder, der z. B. im Falle eines Brandes in der Umgebung der Gasfeder durch Temperaturerhöhung entstehen kann, kann es bei herkömmlichen Gasfedern zu einer Zerstörung des Druckrohres oder einem Herausdrücken der Kolbenstange aus dem Druckrohr führen.
Dieses Risiko ist bei Lift-O-Mat BF nicht gegeben. Denn die patentierte Technologie enthält ein Sicherheitselement. Das Prinzip funktioniert wie folgt: Bei einem Temperaturanstieg und damit einhergehender Druckerhöhung im Innenraum des Zylinders leitet das Sicherheitselement automatisch eine sichere Druckverminderung ein. Das Gas entweicht gefahrlos aus der Gasfeder. Diese bleibt äußerlich unbeschädigt und stellt somit keine Gefahrenquelle im Brandfall dar.
Im Detail bedeutet dies, dass das in die Gasfeder integrierte Sicherheitselement bei thermischer Überbelastung seine Form verändert und eine Durchtrittsöffnung vom Innenraum der Gasfeder zur Umgebung herstellt. Es besteht aus einem schmelzenden Material, das im Dichtungsführungsbereich der Gasfeder angeordnet ist. Die Dichtung stützt sich axial an diesem Sicherheitselement ab. Beim Überschreiten des zulässigen Temperaturbereiches und der dadurch bedingten Erhöhung des Innendruckes schmilzt das Sicherheitselement und fließt nach außen. Die somit fehlende Abstützung der Dichtung ermöglicht es, dass das ungiftige Gas (Stickstoff) nach außen strömen kann und hierdurch der Innendruck abgebaut wird. (jv)
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