Sperreinsatz Sicheres Betreten von Gefahrenräumen

Redakteur: Jan Vollmuth

Unbeabsichtigtes Starten von gefährlichen Maschinenbewegungen bei Anlagen kann durch den Einsatz des neuen CKS Systems von Euchner wirkungsvoll verhindert werden.

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Das neue CKS Aufnahmesystem basiert auf moderner Transpondertechnologie: Ohne gesteckten Schlüssel kann eine Gefahrenstelle nicht gestartet werden. (Bild: Euchner)
Das neue CKS Aufnahmesystem basiert auf moderner Transpondertechnologie: Ohne gesteckten Schlüssel kann eine Gefahrenstelle nicht gestartet werden. (Bild: Euchner)

Weitläufige Maschinen und Anlagen werden durch überwachte Schutzeinrichtungen gesichert, um Unfallgefahren für Mitarbeiter auszuschließen. Ein Beispiel sind große Fertigungsanlagen in der Automobilindustrie, in denen Roboter Schweißarbeiten durchführen oder andere Aufgaben ausführen. Der Zutritt zu diesem Gefahrenbereich, etwa für autorisiertes Wartungspersonal, erfolgt über begehbare Türen. Bei modernen Anlagen sind die Türen in der Regel so ausgelegt, dass die Maschinen nur gestartet werden können, wenn die überwachten Türen zum Sicherheitsbereich geschlossen sind.

Diese Anlagen können jedoch so groß sein, dass sich mehrere Menschen darin aufhalten können, ohne sich zu sehen. Daraus resultiert die Gefahr, dass ein Wartungstechniker die Anlage wieder verlässt, die Tür zur Schutzeinrichtung hinter sich schließt, und die Maschine startet - während ein anderer Wartungstechniker noch in der Anlage arbeitet.

Diese Gefahr lässt sich durch den Einsatz des neuen CKS Sperrsystems ausräumen. Es besteht in der Grundversion aus drei Teilen: einer Schlüsselaufnahme, einem unikat-codierten Schlüssel auf Transponderbasis sowie einem CES Auswertegerät, das mit der Schlüsselaufnahme mittels Kabel verbunden wird. Je nach Auswertegerät können ein, zwei oder vier Schlüsselaufnahmen angeschlossen werden, was eine Erweiterung des Systems mit geringem Aufwand ermöglicht.

Kontinuierliche Abfrage der Schlüsselaufnahme

Wie funktioniert das CKS? Das Auswertegerät, überprüft kontinuierlich, ob sich Schlüssel in den Schlüsselaufnahmen befinden. Es fragt in hoher Geschwindigkeit den Code jedes eingesteckten Transponders aus und prüft ihn auf Gültigkeit. Bei vier Schlüsseln dauert dieser Vorgang lediglich 400 ms. Werden alle Schlüssel erkannt, schaltet das Auswertegerät die Sicherheitsausgänge - nur dann kann die Anlage gestartet werden. Fehlt ein Schlüssel oder befindet sich ein falscher Schlüssel in einer Aufnahme, werden die Sicherheitsausgänge nicht geschaltet, die Anlage kann nicht gestartet werden.

Das CKS System kann so beispielsweise bei der Wartung von Anlagen zum Einsatz kommen. Bevor das autorisierte Personal die Anlage betritt, wird der CKS Schlüssel aus der Schlüsselaufnahme gezogen und mit in die Anlage genommen. Sollte nun unbeabsichtigt die Schutzeinrichtung geschlossen werden, kann ein Starten der Anlage nicht erfolgen, da der gültige CKS Schlüsselt nicht gesteckt ist und somit die Sicherheitsausgänge nicht durchschalten können.

Das CKS System eignet sich für Kat. 4. / PLe

Wenn ein Schlüssel steckt, gibt das Auswertegerät zudem ein Meldesignal zurück. Dieses Signal wird an der Schlüsselaufnahme mittels LED angezeigt, kann aber auch an einer Signallampe ausgegeben werden. Sind weitere Aufnahmen am Auswertegerät angeschlossen, kann man auf diese Weise rasch erkennen, ob andernorts Schlüssel gezogen sind und sich noch Arbeiter in der Anlage befinden.

Durch diese Eigenschaft kann das CKS System in Gesamt-Sicherheitskonzepte von Anlagen mit höchster Sicherheitsstufe (Kat. 4. / PLe) eingebunden werden.

Die Manipulationssicherheit des CKS Systems wird durch die Unikat-Codierung des CKS Schlüssels sichergestellt: Euchner garantiert in Absprache mit dem Hersteller der Transponder, dass es keine Transponder mit gleicher Codierung gibt. Insgesamt sind zirka 4 Mrd. verschiedene Codierungen möglich. Dies stellt sicher, dass nur der im System eingelernte CKS Schlüssel erkannt wird. Eine Manipulation mit einem weiteren CKS Schlüssel ist ausgeschlossen.

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