Gehäusetechnik Sichere Medikamentenaufbewahrung
Die Aufbewahrung von Betäubungsmitteln und ähnlichen Medikamenten stellt ein Krankenhaus immer vor eine wichtige Entscheidung: wie lassen sich die Präparate sicher vor unbefugtem Zugriffschützen
Anbieter zum Thema
Die Aufbewahrung von Betäubungsmitteln und ähnlichen Medikamenten stellt ein Krankenhaus immer vor eine wichtige Entscheidung: wie lassen sich die Präparate sicher vor unbefugtem Zugriffschützen und gleichzeitig für Notfälle schnell erreichbar aufbewahren?
Als das Universitätsklinikum Freiburg sich 2004 entschied, die inzwischen rund 40.000 Türen auf ein transpondergesteuertes Zutrittskontrollsystem von SimonsVoss umzustellen, sollten nicht nur Aufzüge, Schranken und Jalousiensteuerung, sondern auch die Medikamententresore in das System integriert werden. Michael Guzy, verantwortlich für das Gesamtprojekt, erstellte dafür einen Anforderungskatalog und machte sich auf die Suche nach einem entsprechenden Lieferanten. Bei der Firma BURG Schließsysteme, seit längerer Zeit bereits Systempartner von SimonsVoss, wurde er fündig.
Dabei wurde der Tresor MT 24 NE von Burg-Wächter so umgerüstet, dass die Eingabe des Zahlencodes durch einen berechtigten Transponder bestätigt werden muss. Damit wird einfache Handhabung mit doppelter Sicherheit verbunden: ein zum Notfall gerufener Anästhesist kann beispielsweise über eine abgestimmte Codierung in sämtlichen Abteilungen den Tresor bedienen und mit seinem dafür programmierten Transponder öffnen. Bestehen Zweifel an dem Personenkreis, dem der Code bekannt ist, lässt er sich wieder ändern, ohne dass alle Schließmittel ausgetauscht werden müssen.
Zu Anfang ist die punktgenaue Programmierung von rund 10.000 personenbezogenen Transpondern zwar eine logistisch anspruchvolle und aufwändige Sache, die in einzelnen Schritten vollzogen wird. Schon jetzt sind aber die Vorteile deutlich erkennbar. Die Nutzer haben nicht nur einfachen Zutritt, während der Zugang für Unbefugte erschwert wird; es können auch durch das Auslesen der Transponderprotokolle alle Zutrittsvorgänge lückenlos nachvollzogen werden. Sollte wirklich ein Medikament fehlen, so lässt sich auf die Minute genau feststellen, wer zur fraglichen Zeit am Tresor war. Das entlastet Unbeteiligte und schreckt potenzielle Täter ab.
(ID:285653)