Titelstory Sicher unter Verschluss
Netzwerkkästen, Trafostationen und andere im Freien positionierte Verteileranlagen sind mehrfachen, erheblichen Belastungen ausgesetzt. Die Gehäuse und ihre Verschlüsse müssen nicht nur Umwelteinflüssen, sondern häufig auch mutwilliger Zerstörungswut standhalten.
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Ein Konstrukteur von hochwertigen Außenanlagen muss mehr sein als ein guter Ingenieur. Er muss in die Haut eines Meteorologen schlüpfen können, um die unterschiedlichen Anforderungen an Wind, Wetter und Temperaturschwankungen zu berücksichtigen. Dass hierauf mit korrosionsbeständigen Legierungen und Lacken reagiert werden muss, ist selbstverständlich. Nicht minder klar ist eine optimale Positionierung der Verschlüsse oder Scharniere. Wetterbedingten Einflüssen wie Wasser, Hagel, Wind oder Schmutz werden damit sämtliche Angriffspunkte entzogen.
Daneben muss sich der Entwickler immer wieder in die wandelbaren Bedürfnisse der Anwender hineinversetzen können. Er muss die Gewohnheiten von dessen Feldtechnikern kennen, um die Bedienbarkeit der Verschlüsse so einfach wie möglich zu gestalten.
Hierzu gehört nicht zuletzt die Berücksichtigung der Tatsache, dass etliche Outdoor-Verteileranlagen für mehrere Nutzer zugänglich sein müssen. Das wiederum erfordert ein Schließkonzept, das nur den autorisierten Technikern einen einfachen Zugriff ermöglicht, den Zugriff im Allgemeinen aber unmöglich macht.
Diebe und Vandalen gefährden öffentlich Verteileranlagen
Damit ergibt sich die mittlerweile größte Herausforderung an den Entwickler zeitgemäßer Verschlüsse und Scharniere. Die größten Gefahren für öffentlich positionierte Verteileranlagen sind nämlich nicht mehr Wind und Wetter, sondern Diebe, die es auf Kupfer oder wertvolle Elektronik abgesehen haben und neuzeitliche Vandalen.
Immer wieder und immer öfter geraten die freistehenden Verteiler- oder Netzwerkkästen ins Visier dieser neuen Form der Kriminalität. Die Gründe sind klar: Die Gehäuse sind leicht zugänglich, die Täter werden selten beobachtet, können im Zweifelsfall schnell fliehen und haben ihr dubioses Geschäft in kürzester Zeit erledigt.
Hersteller und Betreiber müssen selber die Initiative ergreifen
Angesichts zunehmender Machtlosigkeit aller Beteiligten können sich Hersteller und Betreiber der Anlagen nicht mehr auf öffentlichen Schutz und Abschreckung verlassen. Sie müssen selber die Initiative ergreifen und sich aktiv mit der Bekämpfung oder Prävention vor Vandalismus auseinandersetzen.
Dabei wird den Verschlüssen und Scharnieren der Außenanlagen die höchste Bedeutung beigemessen. Denn sie sind das Ziel der Angriffe und von ihrer Qualität hängt das Wohl der gesamten Anlage ab.
Bei DIRAK in Ennepetal, dem Spezialisten für industrielle Verschluss- und Scharniertechnik, hat man dieses Problem schon seit längerem erkannt – und gebannt. Helmut Koch, Vertriebsleiter Deutschland des mittelständischen Unternehmens, bringt die diesbezügliche Firmenphilosophie auf den Punkt: „Wer auf Griffe, Verschlüsse und Scharniere von DIRAK setzt, setzt auf höchste Sicherheit und Schutz vor Vandalismus.“
Elektronische Sicherheitskonzepte ergänzen die mechanischen
Neben dem besonders hohen mechanischen Schutz vor Vandalen jedweder Art, setzt DIRAK aber auch auf elektronische Sicherheitskonzepte. Gerade weil die Aufsteller ihre Außenanlagen zunehmend in ein elektronisches Überwachungsnetz einbinden, können und sollen insbesondere die Verschlüsse zu Kernelementen dieser Fernüberwachung werden.
Sollten sich nämlich moderne Vandalen an den Schlössern und Scharnieren zu schaffen machen, kann dies, bei unmittelbarer Meldung an eine Leitstelle, ein ebenso schnelles Eingreifen des Betreibers zur Folge haben. Dies wiederum kann eine weitere Zerstörung der Anlage verhindern.
DIRAK unterstützt derart moderne Sicherheitskonzepte. Das Unternehmen stellt mehrere Produkte zur Verfügung, die in eine moderne elektronische Überwachungsinfrastruktur optimal eingebunden werden können.
Zwei Beispiele zum besseren Verständnis: Die gesamte Erfahrung der Experten von DIRAK bündelt sich in zwei Produkten der Ennepetaler: dem neuen Anti-Vandalismus 7-066 Schwenkhebel RS PrC in Edelstahl und dem ebenfalls neuen Anti-Vandalismus 2-102 Schwenkhebel RS 105. Letzterer hat folgende Features:
- sicherheitsgetestet analog DIN 1630
- ein enges Spaltmaß zwischen Hebel und Mulde verhindert das Eindringen von Hebelwerkzeugen
- gegen Aufhebelversuche schützt zusätzlich eine umlaufende Verstärkung
- eine zusätzliche Falle sichert gegen Aufbruch
- besonders geschützt sind die Zylinderabdeckungen mit einer Verstärkungsrippe
- eine zusätzliche Verstärkung aus Stahl schützt gegen Aufsägen
- als Schließungen können Profilhalbzylinder der Dimensionen 40 und 45 mm eingesetzt werden
- zum Sicherheitspaket gehört selbstverständlich die Wasser- und Staubdichtigkeit gemäß IP 65
- auf Wunsch mit elektronischem System erweiterbar
Dass sich der Einsatz einer derartigen Sicherheitstechnik lohnt, beweist die Praxis. So setzt u.a. die Telekom bei ihren zahlreichen Netzwerkschränken auf den Vandalismusschutz von DIRAK.
Konzepte gegen Graffitis und anderen Vandalismus
Schutz vor Vandalismus ist schließlich aber mehr als nur Schutz vor unmittelbarer Zerstörung. Vielfach beschränkt sich die Zerstörungswut der Randalierer auf die Verunreinigung und/oder das Besprühen der Außenanlagen. Das beeinflusst zwar nicht die Funktionsfähigkeit der Anlage, beschädigt aber das Ansehen des Aufstellers. Denn die Außenanlagen sind immer auch die Visitenkarten oder sogar Werbeträger des Betreibers.
Auch hier bietet DIRAK effiziente Schutzmöglichkeiten. Auf Wunsch können die DIRAK-Produkte mit einem speziellen Oberflächenschutz versehen werden, u. a. auch bekannt als „Anti-Graffiti-Lack“. Dieser macht es möglich, dass aufgesprühte Lacke durch einfaches Abwischen wieder entfernt werden können. Und gerade die schnelle und problemlose Entfernung derartiger Graffitis schreckt die „Künstler“ erfahrungsgemäß vor neuerlichen Versuchen ab.
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