Sensortechnik Sensoren zur Bewegungs- und Anwesenheitskontrolle

Redakteur: Jan Vollmuth

Der Sensorspezialist IPF Electronic legt auf der Motek vom 6. bis 9. September 2014 in Stuttgart seinen Schwerpunkt auf Systeme für die automatische Anwesenheits- und Bewegungskontrolle.

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Die Radarsensoren der Serie RO71 ermöglichen sowohl eine zuverlässige Bewegungskontrolle als auch eine sichere Anwesenheitskontrolle durch die Integration der Aktiv-Infrarot-Technologie.
Die Radarsensoren der Serie RO71 ermöglichen sowohl eine zuverlässige Bewegungskontrolle als auch eine sichere Anwesenheitskontrolle durch die Integration der Aktiv-Infrarot-Technologie.
(Bild: IPF Electronic)

Systeme für die automatische Anwesenheits- und Bewegungskontrolle sind in vielen Bereichen der Industrie mittlerweile unverzichtbar. So vielseitig die potenziellen Einsatzgebiete solcher Systeme sind, so vielfältig können die passenden Lösungen sein. Während der Motek widmet sich IPF Electronic daher dieser Thematik mit einem Schwerpunkt, wobei das Spektrum des Sensorspezialisten aus Lüdenscheid von optischen Tastern, über Multifunktionslichtgitter und Radar-Bewegungsmelder bis hin zu Radar-Lösungen reicht, die beides können: Tore öffnen und gleichzeitig absichern.

Die optischen Sensoren der Reihe OT59 von ipf electronic eignen sich besonders zur Installation im Bereich von Türen mit normaler Durchgangshöhe. Aufgrund ihrer leistungsfähigen Hintergrundausblendung kann die Reichweite dieser Geräte bis zu einem maximalen Tastbereich von 2500 mm sehr genau eingestellt werden. Die Sensoren in IP67 sind mit einem verschleißfreien, elektronischen Transistorausgang oder alternativ mit einem Relaisausgang erhältlich, um z. B. diesen in eine Türsteuerung einzubinden. Hierbei stehen Geräte für 24V als auch Allspannungsversionen für 230V zur Verfügung.

Über die Zeitfunktion der Gerätetypen OT590585, OT590586 sowie OT595985 lässt sich darüber hinaus eine Einschaltverzögerung innerhalb von 0,1 s bis 5,0 s einstellen, damit eventuelle Störeinflüsse ausgeschlossen werden, die ein unbeabsichtigtes Schalten der Sensoren verursachen könnten.

Extrem unempfindlich gegenüber Schmutz

Ideal für die Bewegungskontrolle und somit der automatischen Betätigung von Industrietoren sind die Radarsensoren der Serien RT71 und RT55. Eine Besonderheit in Bezug auf den Industrieeinsatz ist die sehr hohe Unempfindlichkeit von Radarsensoren gegenüber Verschmutzung, sodass sich solche Lösungen vor allem in rauen Produktionsumgebungen einsetzen lassen. Darüber hinaus machen es die Einstelloptionen der Radarsensoren möglich, Störeinflüsse durch bewegte Objekte (z. B. Äste) in ihrem Erfassungsbereich sicher zu eliminieren. Die Sensoren der Serie RT71 mit einer großen Reichweite von bis zu 7 m und einem Neigungswinkelbereich von 0° bis 180° können sehr kleine Bewegungen (5 cm/s) erfassen, sind aber dennoch unempfindlicher gegenüber Regen und Schnee, als bislang erhältliche Systeme. Aufgrund ihres robusten und wasserdichten Kunststoffgehäuses in Schutzart IP65 sind diese Radarsensoren für den Außeneinsatz prädestiniert.

Die Bewegungsmelder RT55 haben eine Reichweite von maximal 6 m und ermöglichen Neigungswinkel von 0° bis 90° (senkrecht) respektive -120° bis 120° (seitlich). Mit Gehäusen in Schutzart IP64 empfehlen sich diese Sensoren, die ebenfalls kleinste Bewegungen erfassen können, für den Industrieeinsatz im Indoor-Bereich.

Wirtschaftliche Alternative zu Induktionsschleifen

Die von IPF Electronic offerierten Radarsensoren erfassen je nach Konfiguration alle Objekte abhängig oder unabhängig von der Bewegungsrichtung, wobei eine richtungsorientierte Erkennung die Möglichkeit bietet, die Öffnungszyklen von Toren zu verringern. Da sich mit den Radarsensoren RT71 Personen ausblenden lassen, sodass nur noch Fahrzeuge erkannt werden, stellen diese Geräte außerdem eine wirtschaftliche Alternative zu aufwendig im Boden verlegten Induktionsschleifen dar.

Ergänzt wird die Serie an Bewegungsmeldern durch die Radarsensoren RT45 für die Unterputz- oder Aufputzmontage. Als Alternative zu Drucktastern, Zugschaltern oder ähnlichen manuellen Lösungen für das Öffnen von Türen sind diese Geräte mit einem Radarmelder ausgestattet, der auf jede bewusste und auf ihn zukommende Bewegung reagiert. Das Öffnen einer Tür oder eines Tores erfolgt demnach, ohne dass der Schalter berührt werden muss. Daher eignen sich diese Sensoren z. B. sehr gut als hygienische Lösung für die Lebensmittel-, pharmazeutische und chemische Industrie, aber auch für Krankenhäuser oder für die Gastronomie.

Zwei in einem: öffnen und absichern

Gleich zwei Funktionen in einem Gerät vereinen die Radarsensoren der Reihen RO71 (Bild) und RO57. Mit der beschriebenen Radartechnologie ermöglichen sie eine zuverlässige Bewegungskontrolle und sorgen durch die Integration der Aktiv-Infrarot-Technologie für eine sichere Anwesenheitskontrolle. Hierzu ein Beispiel: Befinden sich unbewegte Objekte oder Fahrzeuge direkt unter einem Tor bzw. in seiner unmittelbaren Nähe, so bleibt das Tor solange geöffnet, wie sich das Objekt oder Fahrzeug im Erfassungsbereich des Infrarotsensors befindet. Die Kombi-Geräte der Serie RO71 in Schutzklasse IP65 sind für eine maximale Reichweite von 7 m und die Serie RO57 für Tore im Innenbereich bis zu einer Höhe von 4 m ausgelegt.

Komplettiert wird das umfassende Portfolio an Lösungen für die Anwesenheits- und Bewegungskontrolle durch die vollautomatischen Lichtgitter OYL2. Mit integrierter Elektronik, einer flachen Bauform von nur 9 mm, Reichweiten von 5m (optional 10m) und Längen von 280mm bis 3030mm eignen sich diese Lichtgitter hervorragend für die platzsparende Installation im Seitenbereich von Türen und Toren. Neben einer hohen Fremdlichtunabhängigkeit und kurzen Reaktionszeit bietet die Reihe OYL2 eine schnelle vollautomatische Empfindlichkeitsregelung über Fuzzy-Logik. (jv)

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