Sensorik

Sensoren für Handhabung, Montage und Robotik

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Sehr geringes Signalrauschen

Insgesamt 16 Größen für Lastmessbereiche zwischen 8 N und 40.000 N umfasst die Schunk-FT-Baureihe. Mit ihnen lassen sich bei den Kraftkomponenten Fx, Fy und Fz Auflösungen von bis zu 1/320 N und bei den Momentenkomponenten Mx, My und Mz Auflösungen von bis zu 1/8.000 Nm erfassen. Während herkömmliche Kraft-Momenten-Sensoren mit Folienmesstreifen arbeiten, sind die FT Sensoren von Schunk durchgängig mit Silizium-Dehnmessstreifen ausgestattet. Diese liefern ein 75-mal stärkeres Signal als konventionelle Sensorlösungen, sie verfügen über einen linearen Messbereich und reduzieren das Signalrauschen auf nahezu Null. In Verbindung mit dem serienmäßig integrierten Temperaturausgleich bleibt die hohe Messgenauigkeit im Prozessverlauf auch über eine große Temperaturspanne hinweg erhalten. Zudem schützt ein hoher Überlastfaktor, der je nach Sensorgröße beim bis zu 40-fachen der Maximalkraft liegt, vor Schäden.

Für 6-Achs-Kraft-Momenten-Sensoren einzigartig ist die Möglichkeit der Dual- beziehungsweise Multikalibrierung. Abhängig von der Art der Auswertung kann ein einziger Sensor zwei beziehungsweise im Falle des Ethernet, Ethernet/IP, DeviceNet, Profinet und CAN tauglichen Highspeed-Sensors FTN bis zu 16 verschiedene Kraftmessbereiche detektieren. Gerade wenn es um die präzise Kraftregelung bei wechselnden Werkzeugen, wechselnden Werkstücken oder komplexen Montageaufgaben geht, ermöglicht der FTN enorme Gestaltungsspielräume.

Für die Auswertung über die gängigen Datenerfassungskarten (DAQ) oder USB bietet Schunk den Sensor FTD und für die Auswertung über RS232 oder Analog-Kanäle den Sensor FTS an. Alle drei Sensorvarianten gibt es in jeweils 16 Baugrößen und wahlweise in den Schutzklassen IP 60, IP 65 oder IP 68. Darüber hinaus hat Schunk mit dem FTL einen besonders preisattraktiven 6-Achs-Kraft-Momenten-Sensor im Programm, der über CAN-Bus ausgewertet wird und bei dem die Auswerteelektronik komplett im Sensor verbaut ist. Zudem sind anwendungsspezifische Sonderlösungen möglich.

Über eine Auswerteelektronik beziehungsweise über die im Lieferumfang enthaltene Demosoftware lassen sich die analogen Signale digitalisieren und in Kräfte und Momente umwandeln. Zusätzlich ermöglicht sie eine grafische Anzeige der 6-Achs-Messung. Die Einbindung der Sensoren in die übergeordnete Anlage erfolgt entweder mithilfe der verbreiteten Systemsoftwarelösungen beziehungsweise über individuelle Softwarelösungen, wie sie beispielsweise von Roboterherstellern angeboten werden. (jv)

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