Sensorik

Sensoren für Handhabung, Montage und Robotik

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Greifmodule in Präzisionsmessstationen verwandeln

Die Spitzenklasse der Positioniersensoren bilden hochauflösende, analoge Sensoren. So verwandelt der Schunk APS herkömmliche Greifmodule in Präzisionsmessstationen. Das mechanische, analoge System aus Sensor und Elektronik erfasst dabei hochgenau die Position der Greiferbacken. Bei langhubigen Bewegungen wird die Bewegung über eine schiefe Ebene an den Sensor übergeben, dessen Messweg zwar nur wenige Millimeter lang, dafür aber extrem hoch aufgelöst ist.

Mit einer Präzision von bis zu 0,003 mm vermisst der Aktor im laufenden Prozess jedes einzelne gegriffene Teil. Über die SPS lassen sich beliebig viele Schaltpunkte definieren und damit beliebig viele Teile bzw. Toleranzbereiche unterscheiden. Hochauflösende Positioniersensoren ermöglichen eine 100%ige, hochpräzise Teilekontrolle. Sie können eine komplette Messstation inklusive der für die Vermessung notwendigen Prozessschritte ersetzen. Eine berührungslose Programmierung ist auch hier möglich.

Sehende Greifer

Wer die Entfernung des Greifers zum Teil erfassen möchte, kann dazu entweder aufwändige Vision-Systeme einsetzen oder die Aufgabe einem optischen Abstandssensor, wie dem Schunk OAS, anvertrauen. Dieser macht aus einfachen Greifmodulen im Handumdrehen sehende Greifer. Der Schunk OAS wird unmittelbar ins Greiferzentrum beispielsweise des Schunk Universalgreifers PGN-plus oder des Schunk Kleinteilegreifers MPG-plus integriert. Von dort versorgt er die Steuerung kontinuierlich mit Informationen, wie weit ein Teil entfernt ist, beziehungsweise ob sich ein zu greifendes Teil zwischen den Greiferfingern befindet. Hierzu misst der Sensor in Echtzeit den Abstand des Greifers zum Teil. Mithilfe des Sensors können Greifer Teile unterscheiden, ihre Lage erkennen, „on the fly“ vom laufenden Band aufnehmen, abstapeln, falsch gegriffene Teile detektieren und die Zuverlässigkeit beim Verfahren des Greifers erhöhen.

Der Schunk OAS arbeitet mit Infrarotlicht in einer Wellenlänge von 850 nm, ist für Umgebungstemperaturen zwischen -10° C und +55° C geeignet und erfüllt Schutzart IP65. Kombinieren lässt er sich mit zahlreichen Greifertypen und anderen Greifsystemmodulen, beispielsweise mit Schwenkeinheiten, bei denen er statt nach außen ins Innere gerichtet und dort zur Abfrage des Kolbens genutzt wird.

Eine bis heute ungeahnte Vielfalt an Möglichkeiten eröffnen die Schunk 6-Achs-Kraft-Momenten-Sensoren der Baureihe FT. Sie werden für robotergestützte Produkttests von Smartphones und PKW-Armaturen ebenso genutzt wie zur Montage von Fahrzeugdächern oder zum Reibrührschweißen von LKW-Kolben. Da die Sensoren auch hochdynamische Regelungskonzepte ermöglichen, können mit ihnen selbst schwierige Montage-, Bearbeitungs- und Finish-Aufgaben automatisiert werden. Pilotanwendungen zum kraftgeregelten und telematisch überwachten Schleifen sowie zum Anschleifen von Feinblechen in der Stahlindustrie lassen ahnen, dass die Potenziale der hochgenauen Schunk FT Sensoren im industriellen Umfeld bei weitem noch nicht ausgeschöpft sind.

Darüber hinaus werden Schunk FT Sensoren unter anderem in der Medizintechnik beispielsweise bei OP- und Reha-Anwendungen erfolgreich eingesetzt. Anhand der von ihnen erfassten Prozessdaten lässt sich der Bahnverlauf von Robotern präzise in Echtzeit regeln, so dass konstante Kräfte, gleichbleibende Bearbeitungsbilder und damit exakt reproduzierbare Ergebnisse erzielt werden.

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