Gehäusetechnik Sechs neue Gehäuse im Überblick

Von Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein 7 min Lesedauer

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Wir zeigen neue Gehäusesysteme für industrielle Anwendungen, kompakte Handgehäuse in neuen Größen, Kunststoffgehäuse und Alu-Varianten, robuste Ex-Gehäuse, schwer entflammbare Baureihen und 19-Zoll-Sortimente – sechs Neuheiten aus der Gehäusetechnik im Überblick.

Die Solid-Box ist ab Lager in den beiden Standardfarben anthrazitgrau (re. im Bild) und lichtgrau (li. im Bild) erhältlich.(Bild:  OKW Gehäusesysteme)
Die Solid-Box ist ab Lager in den beiden Standardfarben anthrazitgrau (re. im Bild) und lichtgrau (li. im Bild) erhältlich.
(Bild: OKW Gehäusesysteme)

OKW Gehäusesysteme: Elegantes Gehäuse für industrielle Anwendungen

Die neue Gehäusereihe Solid-Box von OKW Gehäusesysteme ist für Elektronikverpackungen im industriellen Umfeld oder im geschützten Außenbereich gemacht. Konturbündige, rastbare Blenden verdecken die Verschraubungsbereiche und ergeben zusammen mit der hochglanzpolierten Gehäuseoberfläche ein elegantes Erscheinungsbild.

Die Solid-Box ist ab Lager in den beiden Standardfarben anthrazitgrau (RAL 7016) und lichtgrau (RAL 7035) erhältlich. Drei unterschiedliche Ausführungen mit 135 mm × 115 mm × 50 mm, 180 mm × 145 mm × 60 mm sowie 225 mm × 175 mm × 70 mm (L × B × H) ermöglichen den Aufbau optisch einheitlicher Geräteserien. Auf der Deckfläche befindet sich ein vertieftes Feld zur Integration von Folientastaturen. Die Gehäusereihe wird aus hochwertigem, flammgeschütztem V0-Material (PC+ABS-FR) mit verbesserter Wärmeformbeständigkeit (Vicat/B 120 = 110 °C) gefertigt. Zum Schutz der Elektronik vor Feuchtigkeit, Staub und Schmutz ist der Innenraum abgedichtet bis zur Schutzart IP66/IP67. Die solide Gehäusekonstruktion ermöglicht zudem eine erhöhte Widerstandsfähigkeit bei Schlag- und Stoßbeanspruchungen nach IK08.

Der Zusammenbau von Ober- und Unterteil erfolgt mit unverlierbaren, rostfreien Torx-Schrauben außerhalb des abgedichteten Innenraumes. Die Gehäuseverschraubung, wie auch die Kanäle für eine direkte Wandbefestigung, werden im Anschluss durch die mitgelieferten Design-Blenden (Oberfläche leicht strukturiert) abgedeckt. Das jeweilige Gehäuseunterteil verfügt über 2 zurückversetzte Flächen für den Einbau und zum Schutz von Schnittstellen und Kabelanschlüssen. Passend zur hochwertigen Optik sind schwarze Kabelverschraubungen/-führungen in unterschiedlichen Ausführungen (M12-M20, Quick-Fix-Montage, durchstoßbare Membrane uvm.) sowie eine Kabelverschraubung mit integrierter Druckausgleichsfunktion als Zubehör lieferbar.

Connect-Kunststoffgehäuse in 3 weiteren Größen erhältlich

Die neuen kompakten Gehäusegrößen der Connect-Serie liegen gut in der Hand.(Bild:  OKW Gehäusesysteme)
Die neuen kompakten Gehäusegrößen der Connect-Serie liegen gut in der Hand.
(Bild: OKW Gehäusesysteme)

Zudem bietet OKW Gehäusesysteme die Gehäusereihe Connect in drei weiteren Größen an. Die Gehäuse eignen sich für kabelgebundene Anwendungen in der Hand, auf dem Tisch, an der Wand oder auch frei hängend. Zwei Kunststoffschalen, die schraubenlos miteinander verrastet werden, bilden jeweils das Grundgehäuse. Beide Stirnseiten sind so gestaltet, dass sie wahlweise konturbündig geschlossen oder mit Kabeltüllen ausgestattet werden können. Ab sofort ergänzen drei schmalere Gehäuseausführungen das Standardportfolio.

Die Connect-Gehäuse sind ab Lager in den Farben grauweiß (RAL 9002) und schwarz (RAL 9005), aus UV-stabilisiertem V-0 Material ASA+PC-FR verfügbar. Die Abmessungen 76 mm × 54 mm × 22 mm, 116 mm × 54 mm × 22 mm und 156 mm × 54 mm × 22 mm (L × B × H) wurden nun um die Größen

  • 60 mm × 42 mm × 22 mm,
  • 90 mm × 42 mm × 22 mm und
  • 120 mm × 42 mm × 22 mm

ergänzt.

Auf diese Weise können miniaturisierte Elektronikanwendungen noch platzsparender „verpackt“ werden und die Gehäuse schmeicheln auch kleineren Händen.

Rittal: Ex-Leergehäuse AX aus Kunststoff

Ob in der Petrochemie, bei Raffinerien, Ölplattformen, Tankstellen oder in Infrastrukturbereichen rund um LNG und nun immer häufiger Wasserstoff – in explosionsgefährdeten Bereichen müssen Gehäusesysteme höchste Sicherheitsanforderungen erfüllen. Dazu zählen Zulassungen wie ATEX, IECEx und UL HazLoc. Diese zertifizierte Sicherheit bieten die neuen Rittal Ex-Gehäuse AX aus glasfaserverstärktem Polyester. Die Neuentwicklung ist für Anwendungsfälle in explosionsgefährdeten Atmosphären durch Gase (Zone 1 und 2) und/oder Stäube (Zone 21 und 22) zugelassen. Entstanden ist eine Gehäusetechnik, die alle Anforderungen an höchste Sicherheit und Robustheit auch für Outdoor-Anwendungen erfüllt. Gewährleistet wird die Dichtigkeit durch eine sichere Gehäusekonstruktion mit doppelter Abdichtung an der Türober- und Türunterkante mittels integrierter Regenschutzleiste aus robustem, temperatur- und UV-beständigem Material.

Für den einfachen Innenausbau sorgen zahlreiche Befestigungsdome im neuen Ex-Leergehäuse AX.(Bild:  Rittal)
Für den einfachen Innenausbau sorgen zahlreiche Befestigungsdome im neuen Ex-Leergehäuse AX.
(Bild: Rittal)

Zugleich vereinfachen die neuen Ex-Gehäuse den Innenausbau und bieten mehr Montagemöglichkeiten. Für den einfachen Innenausbau sorgen zahlreiche Befestigungsdome im Gehäuse. Sie ermöglichen eine schnelle, direkte Verschraubung von Systemzubehör wie Chassis und Schienen an den Gehäuse-Innenseiten. Auch Türpositionsschalter und Türarretierung lassen sich direkt an den Befestigungsdomen montieren. Darüber hinaus lassen sich Hutschienen im Gehäuse direkt auf die vorhandenen Befestigungsdome verschrauben. Die Montageplatte kann einfach von vorne auf die vormontierten Bolzen geschraubt werden und über die vorhandene Schlüssellochbohrung sogar nachträglich geerdet werden. Darüber hinaus ist die Wandmontage über die außenliegenden Einpressmuttern unter Beibehaltung der UL und der Schutzart problemlos möglich.

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Die neuen Ex-Gehäuse AX gibt es in acht verschiedenen Varianten: von 200 mm bis 800 mm Breite, 300 mm bis 1.000 mm Höhe sowie in 150 mm bis 300 mm Tiefe. Weiterhin führt Rittal auch Ex-Gehäuse aus Edelstahl im Produktprogramm.

Fischer Elektronik: Gehäuse mit einschiebbarem Deckblech:

Die einseitig offenen, U-förmigen Gehäuseprofile der neuen Gehäuse GD 105 38 ... und GD 105 50 ... verfügen über integrierte Führungsnuten zur Aufnahme von Elektronikkomponenten oder Leiterplatten sowie eines einschiebbaren Deckbleches, welches in seiner Materialstärke und somit in der Stabilität variiert werden kann.(Bild:  Fischer Elektronik GmbH & Co. KG)
Die einseitig offenen, U-förmigen Gehäuseprofile der neuen Gehäuse GD 105 38 ... und GD 105 50 ... verfügen über integrierte Führungsnuten zur Aufnahme von Elektronikkomponenten oder Leiterplatten sowie eines einschiebbaren Deckbleches, welches in seiner Materialstärke und somit in der Stabilität variiert werden kann.
(Bild: Fischer Elektronik GmbH & Co. KG)

Fischer Elektronik bietet zwei weitere unterschiedlich hohe Varianten der bereits bestehenden Gehäuseserie GD an. Die einseitig offenen, U-förmigen Gehäuseprofile der neuen Gehäuse GD 105 38 ... und GD 105 50 ... verfügen über integrierte Führungsnuten zur Aufnahme von Elektronikkomponenten oder Leiterplatten sowie eines einschiebbaren Deckbleches, welches in seiner Materialstärke und somit in der Stabilität variiert werden kann. Durch eine mechanische Bearbeitung der Deckbleche können diverse Bauteile wie LCD's, Steckverbinder etc. problemlos angebracht und anschließend gemeinsam in das U-Profil eingeschoben werden. Die Fixierung des Deckbleches erfolgt durch front- und rückseitige Abdeckungen mit innenliegenden Schattenfugen, welche nicht nur die Fertigungstoleranzen ausgleichen, sondern auch eine Durchbiegung des Deckbleches verhindern. Die spezielle Geometrie des Aluminiumprofils ermöglicht die Aufnahme von Folientastaturen oder Frontfolien.

Die Gehäuseserie GD ist standardmäßig in acht unterschiedlichen Größen, vier Längen (100 mm, 120 mm, 160 mm, 220 mm), sowie in den Oberflächenausführungen „schwarz“ oder „naturfarben eloxiert“ erhältlich. Für Abmusterungen und Anfertigungen von kundenspezifischen Prototypen werden die Gehäuseprofile auch in der Länge 1.000 mm angeboten. Neben den Standardausführungen können die Gehäuse auf Kundenwunsch mechanisch bearbeitet, oberflächenbehandelt und bedruckt werden.

Hammond: Neue schwer entflammbare Gehäuseserie

Als Weiterentwicklung der kürzlich eingeführten Polycarbonat-Serie 1557 mit der Schutzklasse IP68 verfügt die neue Gehäuseserie über dasselbe moderne Design mit abgerundeten Ecken und Frontplatte, doch umfasst nun auch rechteckige Versionen.(Bild:  Hammond)
Als Weiterentwicklung der kürzlich eingeführten Polycarbonat-Serie 1557 mit der Schutzklasse IP68 verfügt die neue Gehäuseserie über dasselbe moderne Design mit abgerundeten Ecken und Frontplatte, doch umfasst nun auch rechteckige Versionen.
(Bild: Hammond)

Die neue Produktfamilie ABS IP54 1556 von Hammond umfasst 14 schwer entflammbare Gehäuse der Brennbarkeitsklasse UL94-V0. Als Weiterentwicklung der kürzlich eingeführten Polycarbonat-Serie 1557 mit der Schutzklasse IP68 verfügt die neue Gehäuseserie über dasselbe moderne Design mit abgerundeten Ecken und Frontplatte, doch umfasst nun auch rechteckige Versionen, die die quadratischen Formate der Serie 1557 ergänzen. Das ABS-Material ist nach IP54 für den allgemeinen Gebrauch in Innenräumen abgedichtet und preisgünstiger als das Polycarbonat der Serie 1557, die für die Installation im Freien und in aggressiven Umgebungen vorgesehen ist. Das Oberteil ist mit selbstschneidenden Schrauben am Unterteil befestigt und eignet sich daher für Anwendungen, bei denen ein wiederholtes Öffnen und Schließen nicht erforderlich ist. Das Gehäuse bietet eine Reihe von Funktionen und zahlreiche Möglichkeiten zur Konfiguration und Anpassung. Im Ober- und Unterteil befinden sich mehrere Abstandshalter für die Leiterplattenmontage.

Es gibt vier quadratische Formate von 80 mm × 80 mm bis 200 mm × 200 mm und drei rechteckige Formate von 120 mm × 80 mm bis 200 mm × 160 mm. Alle Formate sind in zwei Höhen erhältlich: 45 mm und 60 mm für das kleinste Format und 45 mm und 70 mm für die größeren Formate der Produktfamilie. Alle Gehäuse sind in den Farben Schwarz, RAL 7035 Grau und Weiß erhältlich. Mit den mitgelieferten Füßen kann es ideal als Tischgehäuse verwendet werden. Es lässt sich aber auch mit vier sichtbaren Halterungen oder zwei als optionales Zubehör erhältlichen verdeckten Halterungen an der Wand montieren. Ebenfalls als Option für alle Größen erhältlich sind 2 mm starke Innenwände aus Aluminium.

Bopla: 19-Zoll-Sortiment neu aufgestellt

Passend zum Launch des Produktkatalogs strukturiert die Bopla Gehäuse Systeme GmbH ihr 19-Zoll-Portfolio neu. Die kundenspezifischen Aufbausysteme unterteilen sich dabei in Einschub- und Tischgehäuse, Kleinschrankgehäuse zur Aufnahme von 19-Zoll-Baugruppenträgern sowie Frontplatten. Darüber hinaus stellt Bopla Sondergehäuse für Platinen abseits der Norm her. Für alle Lösungen erhalten Entwickler bei Bedarf ein Service-Paket von der Planung über die Bemusterung und Serienfertigung bis zur Verpackung aus einer Hand.

Entwickler haben zur 19-Zoll-gerechten Einhausung ihrer Elektroniksysteme bei Bopla die Wahl zwischen Metall- und Kunststoffapplikationen.(Bild:  Bopla)
Entwickler haben zur 19-Zoll-gerechten Einhausung ihrer Elektroniksysteme bei Bopla die Wahl zwischen Metall- und Kunststoffapplikationen.
(Bild: Bopla)

Entwickler haben zur 19-Zoll-gerechten Einhausung ihrer Elektroniksysteme bei Bopla die Wahl zwischen Metall- und Kunststoffapplikationen. Alle Komponenten sind analog zur DIN EN 60297-3-101 genormt. Unterschiedliche Bauformen und Größen sowie vielfältiges Zubehör bringen eine hohe Flexibilität für unterschiedliche Einsatzgebiete. Das Produktportfolio stellt dabei sowohl Standard- als auch EMV-Ausführungen bereit. In einem Baukastenprinzip stellt Bopla je nach Bedarf unterschiedliche Standardkomponenten zusammen. Das Ergebnis: kundenspezifische Bauträger oder Systemgehäuse im 19-Zoll-Standard.

Die individualisierbaren Frontplatten für Europakarten lassen sich mit zusätzlichen Features wie einem Aushebegriff oder erweitert mit einer Schutzkassette ausstatten. Mit drei unterschiedlichen Varianten an Baugruppenträgern bedient Bopla kundenspezifische Anforderungen, unter anderem hinsichtlich des EMV-Schutzes. Während der Baugruppenträger Interzoll für Basisanwendungen ausgelegt ist, sind die Komponenten von Interzoll Modul optimal bei komplexen und EMV-geschirmten Anwendungen. Interzoll Plus, eigentlich als 19-Zoll-Tischgehäuse konzipiert, lässt sich dank seiner genormten Maße auch in beengten Einbausituation integrieren. Mit dem Sondergehäuse Interzoll Case in der Standard-Breite von 19 Zoll erhalten Entwickler mehr Raum für liegende Platinen bei einer flachen Aufbauhöhe.

Internorm Stil ist ein Tischgehäuse als Stand-Alone-Lösung mit integrierten Schutzleiterverbindungen, guter elektromagnetischer Abschirmung sowie optionaler Lüftung. In Sachen Design und Flexibilität geht die Intertego-Serie einen Schritt weiter: Zum einen lässt sie sich als Stand-Alone-Ausführung oder montierbarer Baugruppenträger in unterschiedliche Umgebungen integrieren. Zum anderen sind die Metallgehäuse in drei Höhen, drei Breiten und drei Tiefen sowie individueller Gestaltung lieferbar. Das Kunststoff-Aufbau-System Internorm, bis heute eines der wenigen Kleinschrankgehäuse aus Kunststoff weltweit, bietet darüber hinaus eine kosteneffiziente Alternative zu großen Baugruppenschränken mit einer Schutzart bis IP54. Bis zu zwölf Standardbaugruppenträger lassen sich darin integrieren.

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