Wettbewerb Schüler entwickeln Mikrochips für Roboter
Der VDE und das Bundesministerium für Bildung und Forschung rufen 3100 Schulen bundesweit auf, beim Schülerwettbewerb "Invent a Chip" teilzunehmen.
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Beim Schülerwettbewerb „Invent a Chip“ sind diesmal Ideen zum Thema Robotik oder auch zu anderen Bereichen des Alltags gefragt. Die gemeinsame Nachwuchsinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des VDE geht damit in die elfte Runde. Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 bis Klasse 13 von weiterführenden und berufsbildenden Schulen. „Junge Menschen bekommen einen Einblick in eine zukunftsträchtige Technologie und treffen dabei vielleicht schon eine wichtige Entscheidung über ihre berufliche Weiterentwicklung“, sagt Bundesforschungsministerin Annette Schavan und freut sich auf die neuen Vorschläge der Jugendlichen.
Schüler engagieren sich für Zukunftstechnologie
Im vergangenen Jahr nutzten rund 2.900 Jugendliche ihre Chance zur Teilnahme. Der Zuwachs von 32 Prozent setzte im Jubiläumsjahr von „Invent a Chip“ eine neue Rekordmarke. Begeistert von den technischen Möglichkeiten, engagieren sich die Mädchen und Jungen für die Zukunftstechnologien. Sie erhalten im Rahmen des Wettbewerbes das notwendige Know-how für die Entwicklung einer mikroelektronischen Schaltung und können so auch ohne Vorkenntnisse zu Chip-Designern werden. „Genau das macht die Faszination des Schülerwettbewerbs aus“, sagt Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer, VDE-Vorstandsvorsitzender: „Die Jugendlichen lassen ihrer Kreativität freien Lauf und setzen ihre Ideen dann mit Hilfe von Profis um. Sie bekommen Einblick in eine ganz neue Materie und erleben diese Technologien nicht nur als Anwender.“
Roboter sind ohne Mikrochips nicht "lebensfähig"
Mikrochips finden sich fast überall, sie stecken im Handy und in unzähligen Geräten des täglichen Gebrauchs, der Kreativität der Jugendlichen sind also keine Grenzen gesetzt. In den vergangenen Jahren haben die Innovationen der Schülerinnen und Schüler die Jury überzeugt: Mikrochips für medizinische Anwendungen, Energieeinsparungen im Haushalt oder für die Elektromobilität standen auf den Ideenlisten. „2012 haben wir das Thema Robotik gewählt. Roboter werden in der industriellen Fertigung eingesetzt und unterstützen Chirurgen, sie erkunden den Weltraum und helfen beim Katastrophenschutz. Sie beseitigen den Staub im Haushalt oder treten bei Wettkämpfen im Fußball oder im Tanzen gegeneinander an. Roboter werden unsere Zukunft mitbestimmen, aber ohne Mikrochips sind sie nicht realisierbar“, sagt Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer.
Die Jury wählt aus den eingereichten Chipideen zwölf Teams und Teilnehmer aus, die vom 4. bis 6. Mai 2012 einen Workshop am Institut für Mikroelektronische Systeme der Leibniz Universität Hannover besuchen. Bis zum Ende des Wettbewerbs werden die Jugendlichen von Experten weiter bei der eigenen Chipentwicklung betreut. Die besten und originellsten Chip-Entwürfe werden dann am 5. November in Stuttgart auf dem VDE-Kongress „Smart Grid“ der Öffentlichkeit präsentiert und von Bundesforschungsministerin Professor Annette Schavan ausgezeichnet.
Sieger erwartet neben Geldpreise auch Stipendium der Studienstiftung
Bevor die Praxisphase startet, erwartet die Schülerinnen und Schüler bis zum Einsendeschluss am 31. März zunächst ein Fragebogen rund um die Themen Robotik und Mikrochips. „Es findet Ende Februar auch ein Lehrerworkshop statt, um Robotik und Mikrochipentwicklung anschaulich im Unterricht behandeln zu können“, sagt Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer. Mitmachen lohnt sich nämlich nicht nur für die einzelnen Schüler, sondern auch für Klassen und ganze Schulen. Wer die meisten und besten Einsendungen vorweisen kann, wird mit einem Schulpreis prämiert.
Die Sieger von „Invent a Chip“ erwarten nicht nur attraktive Geldpreise von bis zu 3.000 Euro, sondern darüber hinaus die Aufnahme ins Auswahlverfahren für ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes, Kontakte zu Industrie und Hochschulen sowie die Präsentation der Projekte auf Messen. (jup)
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