Bionik Schnurrhaare sollen Robotern bei der Navigation helfen
Katzen oder Ratten nutzen Schnurrhaare wie eine Art Sensor, um ihre Umgebung zu erfassen. Eine im Fachmagazin Bioinspiration & Biomimetics publizierte Studie greift diese Idee auf: "Robotische Schnurrhaare" sollen Robotern helfen, schwieriges Terrain zu navigieren, wo Sonar oder Radar nicht weiterhelfen.
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Wie die Studie ausführt sind die künstlichen Schnurrhaare in der Lage, eine Art tomografische Umgebungskarte anzulegen, indem Sie unter anderem Luft- oder Wasserströmungen erfassen. Damit ausgestattet würde es beispielsweise Unterwasserfahrzeugen deutlich leichter fallen, selbst in trüben Gewässern selbsttätig ihren Weg zu finden.

Die Forscher benutzten einen Haarfön mit verschiedenen Wärme- und Geschwindigkeitseinstellungen, um den Aufbau zu testen. Die künstlichen Schnurrhaare zeigten sich in der Lage, selbst die geringe Luftstromleistung des Föns sehr akkurat festzuhalten.
"Wir haben zwar keinen Beweis dafür, dass Tiere eine solche Art von 'tomografischer Rekonstruktion' in ihren Gehirnen ausüben," räumt Cagdas Tuna, Hautautor der Studie, ein. Dennoch ist der Forscher der Ansicht, dass der von seinem Team erarbeitete Mechanismus großen praktischen Nutzen besitzt. Die robotischen Schnurrhaare dürften sich nach Ansicht der Forscher besonders für Umgebungen eignen, in denen Systeme wie Sonar oder Radar Schwierigkeiten haben, die Umgebung zu erfassen. So könnte ein solches taktiles Erfassungssystem automatisierten Unterwasserfahrzeugen helfen, sich in dunklen oder trüben Gewässern zurecht zu finden.

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