3D-CAD-Software Schnelle Umsetzung von Kundenwünschen in die 3D-CAD-Software SolidWorks 2008
Anlässlich der jährlich stattfindenden SolidWorks World konnte sich die konstruktionspraxis in New Orleans einen Eindruck von der Software des CAD-Herstellers und deren Anwendung verschaffen. Neben Workshops und Ausstellungen wurden darüber hinaus Neuheiten und Verbesserungen der Version 2008 präsentiert.
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Einer der führenden 3D CAD-Hersteller rief zu seiner internationalen Anwenderkonferenz und 3500 Teilnehmer folgten der Einladung nach New Orleans. SolidWorks World 2007, die weltweit größte 3D CAD-Veranstaltung, stand in diesem Jahr unter dem Motto „Design with vision“ und gab dem Anwender die Möglichkeit, sich vier Tage lang sowohl über neue Produkte, Partner und technische Softwaredetails zu informieren als auch kostenlose Weiterbildungsangebote wahrzunehmen.
Der Hersteller konnte namhafte Redner wie Steve Wozniak, der Mitbegründer von Apple, und „Mr. Spock“ Leonard Nimoy gewinnen, die die Vortragsprogramme einleiteten. Zudem bot das Forum eine Diskussionsplattform im Bereich der Konstruktion nachhaltiger Technologien. Auch die konstruktionspraxis spürte Trends und Neuheiten auf und unterhielt sich mit Andreas Spieler, dem Produktmanager von SolidWorks Deutschland.
Mit Weitblick entwerfen„Design with vision“ – das Motto der Veranstaltung beschreibt zugleich den etwas anderen Weg, den dieser Hersteller von CAD-Software gegangen ist. Die Intension bei der Firmengründung 1995 war, jedem Konstrukteur und Designer ein 3D CAD-Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen, nicht nur den wenigen UNIX-Spezialisten. Deshalb wurde eine Software auf Windows-Basis mit einfacher Handhabung vor allem für den Maschinenbau auf den Markt gebracht.
„Viele Produkte sehen heute von weitem gleich aus. Wenn sich jedoch jemand mit unserem Produkt auseinander setzt und mit anderen Produkten auf dem Markt vergleicht, dann erkennt er schnell die Vorteile“ preist Andreas Spieler seine Software. Die Vorteile, das sind besonders die einfache Bedienung und die schnelle Umsetzung neuer Ideen. Der Nutzer soll sich nicht mit dem mathematischen Hintergrund befassen müssen, sondern sich ganz auf das Konstruieren und Designen konzentrieren.
Mit dem Slogan „Use the CAD over head“ beschreibt Spieler dieses Modell: der Aufwand, der nötig ist, um mit CAD-Systemen zu arbeiten, wird immer kleiner, der Anwenderkreis aber gleichzeitig immer größer. So forderten die Firmenchefs John McEleney und Jeff Ray ihre Kunden und Nutzer auf, Produkte zu konstruieren, die zuvor nicht möglich gewesen seien: „Great products solve great problems“.
In diesem Sinne wurde deshalb im Rahmen der SolidWorks World unter anderem eine Maschine, die Eis auf Knopfdruck produziert, sowie eine dreistöckige Motorjacht mit dem Desginpreis 2006 ausgezeichnet. Und die Zukunft? „Die nächsten Ziele sind, die Software so zu verändern, dass der Kunde seine Ideen in kürzester Zeit umsetzen kann und dabei keine Einschränkungen erreicht“.
Der Nutzer als Partner
Nicht alle CAD-Softwarehersteller beziehen Nutzer und Partner in solch hohem Maße in die Produktentwicklung ein wie SolidWorks. Die Nutzer werden über Werkzeuge in der Software um ihre Meinung zum Programm befragt und können Änderungswünsche aufführen. Laut Andreas Spieler stammen deshalb 92 Prozent der Neuerungen in SolidWorks 2008 aus Anregungen der Anwender. Dieser Bindung zum Nutzer will der Hersteller von CAD-Software weiterhin treu bleiben.
So beschreibt John McEleney (Chief Executive Officer) ähnlich wie Spieler: „Wir werden weiterhin unseren Kunden zuhören und die Technologie soweit verfeinern, bis beide eine Einheit bilden.” Im Gegensatz zu anderen Software-Produzenten wird SolidWorks deshalb auch keine kostenlose Trial-Versionen auf den Markt bringen. „Keine Testsoftware ohne Schulung“ sagt Spieler und schildert damit ein anderes Modell der Kundenbindung: jeder potentielle Kunde kann eine Testinstallation erhalten, wenn er im Gegenzug an einer kostenlosen Schulung beim Händler teilnimmt und damit der erste Kontakt zum Unternehmen bereits hergestellt wird. Das Konzept scheint aufzugehen: im letzten Jahr konnte SolidWorks ein Umsatzwachstum von weltweit 19 Prozent verbuchen und 125 000 neue Kunden gewinnen.
Was bringt SolidWorks 2008?
Für den Konstrukteur sind wie bisher drei aufeinander aufbauende 3D-Softwarelösungen erhältlich. Die Basisversion SolidWorks umfasst alle Werkzeuge zum Entwerfen von 3D-Modellen. In der Professional-Version ist zudem die Produktmanagement-Lösung PDMWorks, PhotoWorks zur Erstellung fotorealistischer Bilder und die Toolbox als Bibliothek von Normteilen integriert. SolidWorks Office Premium erweitert die Produktpalette um Überprüfungsfunktionen mit dem Design Checker und Bewegungssimulationen mit Cosmos Motion. Diese Komponenten wurden für Windows Vista bereits zertifiziert und stehen als Service Pack-Download für die aktuelle SolidWorks-Version ab dem ersten Quartal 2007 zur Verfügung.
SolidWorks 2008 wird Mitte des Jahres als Vista-Version ausgeliefert, denn laut Andreas Spieler führe kein Weg daran vorbei, um weiterhin wettbewerbsfähig zu sein. An UNIX/Linux-Versionen sei zur Zeit nicht zu denken, da der Massenmarkt fehle. Die neue Software will besonders in der Grafik und Visualisierung von Vista profitieren und kann mit einigen neuen Komponenten aufwarten. Dazu gehören die „Xpress“-Produkte, die nicht die volle Auswahl an Möglichkeiten bieten, jedoch einen schnellen Einblick in die Software verschaffen sollen. So kann beispielsweise COSMOSXpress an einfachen Bauteilen eine Basisanalyse durchführen und diese in HTML-Berichten und „eDrawings“ dokumentieren. Sollten mehr Funktionen benötigt werden, ist ein Upgrade zu COSMOSWorks Designer möglich.
Da viele neue Kunden von einem 2D-System zu SolidWorks wechseln, lassen sich mit dem kostenlosen DWGnavigator 2D-Zeichnungen aus AutoCAD suchen, verwalten und in anderen Versionen abspeichern. Ein weites neues Produkt ist ZoomIn zum Visualisieren der CAD-Daten. Bauteile in 2D und 3D aus unterschiedlichen CAD-Systeme sollen sich zusammenführen lassen, um einfache Fly-Through-Simulationen und Animationen zu erstellen.
Die Neuerungen lassen sich insgesamt unter dem SolidWorks-Slogan „Focus on design, not on CAD“ zusammenfassen: einfachere Benutzeroberfläche in neuem Design, anschauliche Darstellungen durch Simulationen und Animationen, direkte Veränderungen am Gesamtmodell, Selektion einzelner Bauteile aus vorhandenen Modellen und noch einfachere Bedienung mit der Maus. Sollte der Anwender ohne spezielle Kenntnisse trotzdem Probleme beim Zeichnen und Konstruieren bekommen, geben die „Xperts“ aus SWIFT Hilfestellungen zur Feature-Reihenfolge, zur Skizzenbemaßung oder zur Baugruppenverknüpfung. (mi)
SolidWorks
Tel. +49(0)89 6129560
(ID:198697)