3D-Druck

Schnell und günstig zum Prototypen

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Der Ablauf des 3D-Druckens

Basis des 3D-Druckvorgangs ist das 3D-Modell aus dem CAD-System. Dieses wird im STL-Format exportiert und in die sogenannte Slicer-Software – GRR arbeitet hier mit Simplify3D – geladen. Hier positioniert der Anwender das Modell Im virtuellen Bauraum des Druckers und legt die Druckparameter fest – Schichtdicke, Druckgeschwindigkeit, Dichte der inneren Füllung und anderes. Die Slicersoftware berechnet auf Wunsch auch Supportstrukturen, die überhängende Bereiche des Modells abstützt.

Der Slicer berechnet die namensgebenden Schichten – Slices – die der Drucker nacheinander abfährt. Resultat der Berechnung ist eine Druckdatei, die je nach Ausstattung des Druckers per USB, SD-Karte oder Netzwerk an den Drucker übermittelt wird. Natürlich hat der 3D-Druck wie jede andere Fertigungstechnik seine Vorteile und Einschränkungen, so sind sehr dünne Wandungen zu vermeiden, weil hier die Festigkeit unter dem schichtweisen Aufbau leidet.

Materialspektrum erlaubt funktionale Prototypen

3D-Druckteile aus dem FFF-Drucker bieten einen wichtigen Vorteil gegenüber gesinterten Teilen: Je nach Material sind die Teile elastischer und weniger bruchgefährdet. Das am meisten verbreitete Material im FFF-Druck ist PLA, ein Biokunststoff, der einen E-Modul von etwa 4000 MPa erreicht. Ebenfalls weit verbreitet ist ABS, das eine höhere Temperaturfestigkeit, aber auch eine größere Schwindung besitzt – das kann zu Problemen beim Druck oder bei der Maßhaltigkeit der Teile führen. Daneben existiert eine ganze Reihe eher exotischer Materialien von Nylon über metall- oder holzgefüllte Kunststoffe bis hin zu TPU93, einem flexiblen Material, oder Carbon 20, einem Filament mit 20% Kohlefaser-Anteil und entsprechenden Zugwerten.

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Letztere Materialien zeigen auch schon, dass es sich bei FFF-Teilen nicht nur um „Ansichtsexemplare“ handeln muss, sondern durchaus auch funktionale Prototypen gefertigt werden können. Dichtungen, Gummiprofile oder Strukturteile lassen sich aus solchen spezialisierten Materialien fertigen und beispielsweise zu Funktions- und Passtests in ein Prototypenfahrzeug oder eine Vorserie einbauen. Auch die Größe des Bauraums ist keine Begrenzung, FFF-Teile lassen sich hervorragend verkleben und schleifen, so dass sich ein größeres Bauteil in mehreren Abschnitten drucken und dann zusammenfügen lässt.

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