Maritime Emissionen Projekt zu Megawatt-Brennstoffzellen für Schiffe gestartet

Von Thomas Günnel 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die meisten elektrifizierten Schiffe nutzen den Strom nur für Manöver im Hafen. Ändern soll das eine Megawatt-Brennstoffzelle – die sich auch für Landfahrzeuge eignet.

Megawatt-Brennstoffzelle für maritime Anwendungen soll den Schifffahrtssektor deutlich energieeffizienter machen.(Bild:  DFDS)
Megawatt-Brennstoffzelle für maritime Anwendungen soll den Schifffahrtssektor deutlich energieeffizienter machen.
(Bild: DFDS)

Der Schifffahrtssektor verursacht aktuell fast drei Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen, Tendenz: eher steigend. Um dem entgegenzuwirken, entwickeln mehrere Unternehmen ein Megawatt-Brennstoffzellensystem für maritime Anwendungen. Dieses basiert auf 300-kW-Stacks. Die Lebensdauer soll bei über 80.000 Betriebsstunden liegen. Das würde einen Einsatz über mehr als eine Million Seemeilen ermöglichen, bei 12,5 Knoten, rund 23 km/h.

Das Projekt läuft seit Mitte Februar. Die Brennstoffzelle ist primär für maritime Anwendungen konzipiert, eignet sich aber laut einer Mitteilung auch für andere Anwendungen: Schienenverkehr, stationäre Stromerzeugung und große mobile Arbeitsmaschinen, zum Beispiel Muldenkipper im Bergbau.

Zum Wasserstoffspeicher auf dem Schiff gibt es keine Angaben. Das koordinierende Forschungszentrum VTT teilte auf Nachfrage mit, dass das Projektziel die Entwicklung eines Brennstoffzellensystems sei. Die Installation in ein Schiff sei in diesem Projekt nicht vorgesehen.

Die Partner im Projekt „Million Nautical Mile Fuel Cell System“

Am Projekt „MiNaMi“, Million Nautical Mile Fuel Cell System, arbeiten Partner aus Industrie und Wissenschaft:

  • Power Cell Sweden
  • die Reederei DFDS A/S
  • der Messtechnikanbieter Vaisala Oyj
  • ABB Marine & Ports
  • der Hersteller von Durchflussmesstechnik Allengra Srl
  • VTT, Technisches Forschungszentrum Finnland
  • die norwegische Forschungsorganisation SINTEF
  • das Centre for Research and Technology Hellas
  • und die Fondazione Bruno Kessler

Die Partner decken laut Mitteilung die gesamte Wertschöpfungskette ab, die für Entwicklung und Einsatz von Brennstoffzellen der nächsten Generation notwendig ist. Das Forschungs- und Innovationsprogramm „Horizont 2020“ der Europäischen Union, Hydrogen Europe und Hydrogen Europe Research unterstützt das Projekt finanziell.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung