Oberflächenbeschichten

Schichtsysteme für Wälzlager

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Für allerhöchste tribologische Ansprüche eignen sich Triondur C+ oder CX+. Das sind mehrlagige Schichtsysteme mit kohlenstoffbasierter Deckschicht und anwendungsoptimierter Schichtzusammensetzung. Diese Systeme bieten den höchsten abrasiven Verschleißwiderstand aller Triondur-Schichten. Auch der Schutz gegen adhäsiven Verschleiß ist sehr hoch. Ebenso ist durch den stützenden und gleichzeitig elastischen Unterbau die mechanische Festigkeit sehr ausgeprägt.

Triondur CX+ wurde auf der Materialica 2012 in München mit einem Gold Award ausgezeichnet. Mit Triondur CX+ werden sowohl Verschleiß als auch Reibung deutlich reduziert. So ist es durch den Einsatz beschichteter Tassenstößel gelungen, die Reibungsverluste während der gesamten Lebensdauer des PKW-Motors zu halbieren und somit den Kraftstoffverbrauch beziehungsweise den CO2-Ausstoß um ein bis zwei Prozent zu reduzieren.

Triondur CX+ vereint drei herausragende Eigenschaften: minimale Systemreibung und maximalen Verschleißwiderstand und das bei Schichtdicken von nur ein bis vier Mikrometern. Triondur CX+ zählt zu den wasserstoffhaltigen dotierten amorphen Kohlenstoffschichten und wird mit umweltfreundlichen PVD- und PACVD-Vakuumverfahren aufgebracht. Das nanostrukturierte Schichtsystem ist eine neuartige Beschichtung, die durch gezielte Auswahl des Aufbaus und der Dotierung der einzelnen Nanoschichten eine sehr gute Anpassung an die vorliegenden tribologischen und mechanischen Anforderungen ermöglicht, die mit keinem bekannten homogenen Material erreicht werden kann. So können gleichzeitig sowohl ein hoher abrasiver Verschleißschutz als auch eine hohe Zähigkeit generiert werden.

Mit Triondur CH steht eine superharte DLC-Schicht zur Verfügung, die fast die Härte von Diamant erreicht und dadurch den höchsten abrasiven Verschleißschutz aufweist. Durch die Kombination mit einer optimierten Oberflächenstruktur und abgestimmten Schmierstoffen wie Triondur CH, ist es gelungen sehr reibungsarme und stabile tribologische Systeme zu entwickeln, die verstärkt in Serie eingesetzt werden.

Insutect für Stromisolation

Ob Windkraftanlagen, Schiffsantriebe oder Antriebslösungen für die Eisenbahn, wo immer Strom durch das Lager fließen kann, muss die elektrische Isolation sehr gut sein.

Die hohen Stromstärken führen zu einer Anschmelzung der Metalle verbunden mit einer extrem schnellen Alterung des Öls und dann zu einem frühzeitigen Ausfall der Lager. „Vor allem, wenn hochfrequenter Wechselstrom anliegt, nehmen die Anforderungen an die Isolationsschichten dramatisch zu“, so Hosenfeldt.

Schaeff¬ler setzt hier das Insutect-System mit Aluminiumoxid als Beschichtungswerkstoff zur Isolation ein. Bisher ist Insutect bis etwa 3.000 Volt elektrischer Spannung durchschlagsfest, aber die Ingenieure im Kompetenzzentrum arbeiten bereits an Systemen, die auch noch für höhere Spannungen geeignet sind. Auch die Kostenreduzierung und der Ersatz von Aluminiumoxid durch Polyamid bei Einsatz in trockener Umgebung stehen auf der Agenda.(qui)

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