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Triondur zum Schutz vor Korrosion und Verschleiß
Triondur-Beschichtungen werden im Vakuum nach dem PVD- und dem plasmaunterstützten PACVD-Verfahren durch Ionenabscheidung auf das Bauteil aufgebracht. PVD steht für Physical Vapour Deposition (physikalische Gasphasenabscheidung). Das Beschichtungsmaterial wird mithilfe physikalischer Verfahren aus der festen Phase in die Gasphase überführt, anschließend kondensiert es an den zu beschichtenden Werkstücken und bildet dort das Schichtsystem.
Mit dem PACVD-Prozess werden durch plasmaaktivierte Dekomposition zum Beispiel von Kohlenwasserstoffen wie Acetylen in einem Hochvakuum-Rezipienten hauptsächlich kohlenstoffbasierte Schichtsysteme hergestellt, die auch häufig als diamantartige Kohlenstoffschichten (DLC = diamond like carbon) bezeichnet werden. Die Herstellung von kohlenstoffbasierten Triondur-Schichtsystemen erfolgt mittels PVD- und PACVD-Verfahren, die einzeln oder kombiniert angewendet werden.
Für tribologische Anwendungen bieten vor allem die sogenannten DLC-Schichten herausragende Eigenschaften, da sie sich über den Wasserstoffanteil, den Einbau von metallischen aber auch nicht metallischen Elementen, den Bindungscharakter und die Oberflächenspannung sowie die Nanostruktur in ihren Eigenschaften der jeweiligen Anwendung gezielt anpassen und optimieren lassen.
Triondur CN ist eine nitridische Chromschicht (Chromnitrid), die mit ihrem nanokristallinen Aufbau eine besonders hohe Härte und Duktilität aufweist. Die äußerst glatte Oberfläche bleibt durch den hohen Verschleißwiderstand und die sehr gute Ölbenetzung auch im Betrieb erhalten. Das verringert deutlich die Reibung zwischen den Kontaktpartnern. Meist werden Triondur-CN-Schichten bei Motorenelementen eingesetzt.
Triondur CNN hat wegen des mehrlagigen Aufbaus (Chromcarbonnitrid) und der nanodispersiven chrombasierten Deckschicht eine extrem hohe Tragfähigkeit und Scherfestigkeit. Durch die gute Ölbenetzung und die sich anpassende Oberfläche wird Triondur CNN hauptsächlich als Verschleißschutz und bei Mangelschmierung oder Ölverschmutzung zum Beispiel bei Rollenschlepphebeln verwendet.
Triondur zum Schutz vor Korrosion und Verschleiß
Triondur C ist ein kohlenstoffbasiertes Schichtsystem, das speziell für Wälzlageranwendungen entwickelt wurde. Im Vergleich zu Stahl ist die Härte der Beschichtung deutlich höher und gleichzeitig der E-Modul geringer, sodass neben einem hohen Verschleißschutz eine sehr hohe Beanspruchbarkeit erzielt wird. Die Trockenreibung gegen Stahl verringert sich um bis zu 80 %. Wenn nur ein Reibpartner beschichtet wird, erhöht sich die Lebensdauer des gesamten tribologischen Systems um ein Vielfaches. Durch den sehr duktilen Schichtaufbau eignet sich Triondur C besonders für Wälzlager mit hoher Flächenpressung.
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