Neue Partnerschaften Gemeinsam geht's besser

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Schaeffler wählt sich KI-Schwergewicht Nvidia als Digitalisierungspartner. Mitsubishi Electric will mit Tramec moderne Antriebslösungen entwickeln. Und Keba Industrial Automation hat einen Partnervertrag unterzeichnet, um den Absatz in Großbritannien auszubauen.

Der digitale Zwilling einer Fertigungslinie im Nvidia Omniverse.(Bild:  Schaeffler)
Der digitale Zwilling einer Fertigungslinie im Nvidia Omniverse.
(Bild: Schaeffler)

Schaeffler hat eine Technologiekooperation mit Nvidia geschlossen. Die Partnerschaft hat das Ziel, Produktionsabläufe bei Schaeffler weiter zu digitalisieren und effizienter und agiler zu gestalten. Im Nvidia-Omniverse bildet Schaeffler sämtliche Elemente seiner Produktion ab, die dort als digitale Zwillinge integriert und simuliert werden. Das Ziel ist, bis 2030 mindestens die Hälfte aller Werke in das Omniverse einzubinden.

„Gemeinsam werden wir ein digitales Ökosystem für unsere mehr als 100 Werke schaffen“, kündigt Andreas Schick an, Vorstand Produktion, Supply Chain Management und Einkauf bei Schaeffler AG. „Das Omniverse und der Einsatz von digitalen Zwillingen wird unsere Wertschöpfungsketten effizienter und agiler machen.“

Vereinbarten die Kooperation auf der GTC Europe in Paris (v. l.): Sebastian Jonas, Roberto Henkel, Andreas Schick von Schaeffler und Rev Lebaredian, Madison Huang und Philippe van den Berge von Nvidia. (Bild:  Schaeffler)
Vereinbarten die Kooperation auf der GTC Europe in Paris (v. l.): Sebastian Jonas, Roberto Henkel, Andreas Schick von Schaeffler und Rev Lebaredian, Madison Huang und Philippe van den Berge von Nvidia.
(Bild: Schaeffler)

Schaeffler will mithilfe der Omniverse-Plattform digitale Zwillinge von Fabriken und Maschinen entwickeln. Mitarbeitende können mit KI-gestützten Lösungen physikalische Eigenschaften von Materialien, Prozessen und Produktionsabläufen simulieren und schneller als bisher optimieren. Das Metaverse ermöglicht außerdem, Zukunftstechnologien wie humanoide Roboter im Produktionsumfeld flexibel einzusetzen. Zudem können mit der Plattform komplexe, vollautomatische Montageabläufe wie beispielsweise das Anbringen von Dichtungselementen KI-basiert verbessert werden. Echtzeitsimulationen ermöglichen Anpassungen auch während des Produktlebenszyklus.

„Für globale Fertigungsunternehmen ist ein simulationsbasierter, KI-gesteuerter Ansatz entscheidend, um Effizienz und Innovationen voranzutreiben und Wettbewerbsvorteile auszunutzen“, ist Rev Lebaredian überzeugt, Leiter Omniverse und Simulationstechnologie bei Nvidia. „Unsere Zusammenarbeit wird es Schaeffler ermöglichen, Fertigungs- und Automatisierungsprozesse zu simulieren und zu optimieren, bevor sie in der realen Welt umgesetzt werden.“

Roberto Henkel, Leiter Operations Digitalization & IT bei Schaeffler, teilt mit: „Schaeffler hat das Ziel, die Entwicklung eines Industriellen Metaverse für die produzierende Industrie gemeinsam mit Nvidia maßgeblich zu gestalten.“

Komplette Antriebssysteme anbieten

Mitsubishi Electric und der europäische Getriebehersteller Tramec sind eine strategische Partnerschaft eingegangen. Das Hauptziel ist die gemeinsame Entwicklung moderner Getriebemotoren auf Basis der Motoren von Mitsubishi Electric. Der am 22. Mai 2025 offiziell unterzeichnete Vertrag umfasst die Entwicklung und Lieferung von Getrieben für EM-A-Synchronmotoren.

Mitsubishi Electric und Tramec verkünden strategische Partnerschaft für industrielle Antriebslösungen (v. l.): Masaki Kawazoe, Hartmut Puetz, Wojciech Bracha (alle Mitsubishi Electric), Gianfranco Lanzo, Michele Gavino (alle Tramec).(Bild:  Mitsubishi Electric Europe)
Mitsubishi Electric und Tramec verkünden strategische Partnerschaft für industrielle Antriebslösungen (v. l.): Masaki Kawazoe, Hartmut Puetz, Wojciech Bracha (alle Mitsubishi Electric), Gianfranco Lanzo, Michele Gavino (alle Tramec).
(Bild: Mitsubishi Electric Europe)

Mit dieser Kooperation erweitert Mitsubishi Electric sein Portfolio um komplette Getriebemotor-Antriebssysteme, die IE5+-Motoren mit leistungsfähigen Getrieben kombinieren. Außerdem soll den wachsenden Anforderungen des europäischen Marktes an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit Rechnung getragen werden.

Ausschlaggebend war für den Motorenhersteller Tramecs starker Ruf im europäischen Markt, die globale Ausrichtung sowie die Nähe zur europäischen Wertschöpfungskette durch Entwicklungs- und Produktionsstandorte in Italien. Diese Faktoren ermöglichen eine effiziente Zusammenarbeit und eine flexible, reaktionsschnelle Lieferkette.

Die Kombination aus EM-A-Synchronmotoren und Tramec-Getrieben soll Erstausrüstern (OEMs) und Endanwendern folgende Vorteile bieten: Erstausrüster profitieren von stabiler Drehzahlregelung unter wechselnden Lastbedingungen, höherer Energieeffizienz sowie einer vereinfachten Maschinenarchitektur durch sensorlose Positionierung. Für Endanwender bedeuten die integrierten Lösungen laut den Herstellern geringere Betriebskosten, erhöhte Zuverlässigkeit und reduzierte Wartungsanforderungen.

Umsatz in Großbritannien ausbauen

Keba Industrial Automation hat einen Partnervertrag mit dem britischen Distributor HMK Automation Group Ltd unterzeichnet, um den Absatz im britischen Markt gezielt ausbauen. HMK ist auf Automatisierungslösungen in Großbritannien spezialisiert. Durch die wachsende Nachfrage nach offenen Systemen und antriebstechnischen Komplettlösungen entstand der Kontakt zu Keba. Nun wurde die Kooperation offiziell besiegelt.

Der Vertrag umfasst das gesamte Kemro-X-Portfolio inklusive Ke Top Basic, Ke Drive, Steuerungen, I/Os sowie individuell angepasste Sonderlösungen. HMK verfügt über ein Lager für Keba-Ersatzteile und bietet auch technischen Kundendienst gemäß den Hersteller-Standards an. Die Produkte sind bereits auf der HMK-Website gelistet und erste Projekte befinden sich in Umsetzung.

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