Digitalisierung Auf dem Weg zur KI-gesteuerten Industrie

Quelle: Siemens 4 min Lesedauer

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Siemens zeigte auf der Hannover Messe 2025 neue Entwicklungen in den Bereichen industrielle KI, softwaredefinierte Automatisierung und digitale Zwillinge. In Kombination mit einem starken Partner-Ökosystem sollen sie die digitale Transformation vorantreiben.

Auf der Hannover Messe 2025 zeigte Siemens, wie der Weg zur KI-gesteuerten Industrie aussehen kann. (Bild:  Siemens)
Auf der Hannover Messe 2025 zeigte Siemens, wie der Weg zur KI-gesteuerten Industrie aussehen kann.
(Bild: Siemens)

Mit der Transformation zur ONE Tech Company richtet Siemens sein Portfolio, seine Investitionen und die Organisation darauf aus, Innovationen zu skalieren und Software, Automatisierung und KI zusammenzuführen. Damit unterstreicht das Unternehmen eigenen Angaben zufolge seine Rolle als einer der Innovationsführer in der Industrie.

Wir verfügen über Fachwissen – wir verstehen unsere Branchen. Und wir haben die Daten. Zusammen mit der künstlichen Intelligenz ist das eine erfolgreiche Kombination.

Roland Busch

In seiner Eröffnungsrede auf der Hannover Messe betonte Roland Busch, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, die Notwendigkeit eines neuen Betriebssystems für Deutschland: weniger Bürokratie, mehr und schnellere Innovationen. Das Land habe eine einmalige Chance, sein Wachstum komplett neu zu erfinden. Der größte technologische Hebel sei die industrielle künstliche Intelligenz. Er sieht eine große Chance für die deutsche Industrie: „Wir verfügen über Fachwissen – wir verstehen unsere Branchen. Und wir haben die Daten. Zusammen mit der künstlichen Intelligenz ist das eine erfolgreiche Kombination.“

Was Siemens auf der Hannover Messe 2025 zeigte:

  • Industrielle KI auf dem Vormarsch
    Siemens entwickelt in Zusammenarbeit mit Microsoft auf der Azure-Plattform ein Industrial Foundation Model (IFM), das auf branchenspezifischen Daten basiert. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine neu zu gestalten und Produktivität, Effizienz und Qualität entlang der Wertschöpfungskette zu steigern. Das IFM verarbeitet und kontextualisiert 3D-Modelle, 2D-Zeichnungen sowie industrielle Daten und technische Spezifikationen. Es soll datenbasierte Empfehlungen liefern und wird nicht nur die Einführung von KI-Lösungen in der Industrie erheblich beschleunigen, sondern auch den Fachkräftemangel verringern und die operative Exzellenz steigern, heißt es.
  • Software-definierte Automatisierung in der Fertigung
    Erstmals steuern virtuelle speicherprogrammierbare Steuerungen (vPLC) – das Gehirn einer Fabrik – die Produktion im Audi Werk Böllinger Höfe. Anstelle von hardwarebasierten Steuerungen im Umfeld von Maschinen oder Robotern laufen virtuelle Steuerungen in einem kilometerweit entfernten Rechenzentrum. Siemens ist das erste Unternehmen weltweit, das vom TÜV ein Sicherheitszertifikat für eine vPLC erhalten hat – ein überzeugender Beleg für die Technologieführerschaft bei der Verbindung von realer und digitaler Welt. Dieser Paradigmenwechsel erschließt Audi entscheidende Vorteile wie mehr Flexibilität, höhere Geschwindigkeit und den Einstieg in die KI-gestützte Produktion.
  • Siemens Xcelerator, die digitale Businessplattform und das Rückgrat des ONE Tech Company-Programms, ermöglicht es, Spitzentechnologien von Partnern nahtlos in industrielle Ökosysteme zu integrieren. Siemens kann sowohl auf interne Fähigkeiten als auch auf starke, ergebnisorientierte Ökosysteme zurückgreifen. Das ist der Schlüssel, um neue Technologien weltweit zu skalieren und die nächste Stufe der industriellen Transformation voranzutreiben.
  • Siemens und Accenture gründen Accenture Siemens Business Group
    Die Accenture Siemens Business Group wird weltweit 7.000 Mitarbeiter umfassen, die gemeinsam Lösungen entwickeln und vermarkten, die die Technologien aus dem Siemens Xcelerator-Portfolio für industrielle KI, Software und Automatisierungstechnik mit den Daten- und KI-Fähigkeiten von Accenture kombinieren. Ziel ist es, die digitale Transformation für Kunden aus allen Branchen zu beschleunigen – mit besonderem Fokus auf wachstumsstarke Regionen.
  • Dank Partnerschaft mit Nvidia erwacht das industrielle Metaverse
    Dabei wird das industrielle Software- und Automatisierungsportfolio von Siemens mit der KI- und Accelerated-Computing-Technologie von Nvidia kombiniert, um Effizienz und Produktivität in allen Branchen zu steigern. Auf der Hannover Messe stellt Siemens den Teamcenter Digital Reality Viewer vor, die erste Integration zwischen Siemens Xcelerator und Nvidia Omniverse Technologien. Diese Integration erweitert die Visualisierungs- und Simulationsmöglichkeiten und ermöglicht die Erstellung immersiver, fotorealistischer digitaler Zwillinge, die den Anwendern wichtige Einblicke in Konstruktions- und Betriebsabläufe geben. Siemens zeigt auch, wie Anwender von Simcenter STAR-CCM+ mit Hilfe von Nvidia Accelerated Computing und Nvidia Cuda-X Libraries mehr Simulationen durchführen können, ohne Kompromisse bei der Genauigkeit einzugehen. In ähnlicher Weise nutzt Siemens Nvidia AI, um Industrial Co-Pilot für den Betrieb zu verbessern und Ausfallzeiten durch Echtzeit-Videoanalyse zu reduzieren.
  • Siemens und Microsoft intensivieren ihre Partnerschaft zur Optimierung industrieller Abläufe
    Dazu verbinden sie Fabriken mit der Cloud, indem sie das Echtzeit-Datenerfassungstool Industrial Edge von Siemens nahtlos in die Cloud-Plattform von Microsoft Azure integrieren. Diese nahtlose Anbindung ermöglicht es Herstellern, Echtzeitdaten zu erfassen und sie in der Cloud zu analysieren. KI und digitale Zwillinge helfen, notwendig werdende Wartungsarbeiten vorherzusagen, die Qualität zu verbessern und die Effizienz zu steigern.

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