Wälzlager Schaeffler erhält PACE-Award für wälzgelagerte Leichtbau-Ausgleichswelle
Schaeffler gewinnt mit der wälzgelagerten Leichtbau-Ausgleichswelle den PACE-Award in der Kategorie "Produkt". Durch den Einsatz von Wälzlagern statt den bisher verwendeten Gleitlagern konnte die Energieeffizienz gesteigert und der Kraftstoffverbrauch gesenkt werden.
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Mit dem seit 1994 alljährlich vom Fachmagazin "Automotive News" in Zusammenarbeit mit dem Beratungs- und Prüfungsunternehmen "Ernst & Young" sowie dem "Transportation Research Center" (TRC) vergebenen PACE-Award werden herausragende Produkte von Automobilzulieferern ausgezeichnet.
Diesmal richtete sich der Blick der internationalen Fachjury auf die wälzgelagerte Leichtbau-Ausgleichswelle der Schaeffler-Marke INA, wie sie bereits in modernen Verbrennungsmotoren zum Einsatz kommt. "Die Auszeichnung der wälzgelagerten Leichtbau-Ausgleichswelle verdeutlicht den Stellenwert der Detailarbeit. Moderne Technologien, neue Produkte und Leichtbau zählen zu den Stellschrauben, die einen signifikanten Beitrag zur Optimierung des Antriebsstrangs mit Verbrennungsmotor leisten. Die neuerliche Auszeichnung mit dem PACE-Award ist für uns eine wertvolle Bestätigung unserer Innovationskraft", sagt Dr. Peter Pleus, Vorsitzender der Geschäftsleitung Schaeffler Gruppe Automotive.
Reibungsmindernde Wälzlagerung verbessert gegenüber Gleitlagern die Energieeffizienz
Wälzgelagerte Leichtbau-Ausgleichswellen leisten zugleich einen Beitrag zur Senkung von Kraftstoffverbrauch und CO2-Emission sowie zur Steigerung des Laufkomforts.
Die reibungsmindernde Wälzlagerung verbessert gegenüber bislang verwendeten Gleitlagern die Energieeffizienz. So wird beispielsweise der innermotorische Leistungsaufwand in einem bereits in Serie befindlichen Vierzylinder-Diesel-Triebwerk um bis zu 1,5 kW (2,0 PS) reduziert. Darüber hinaus minimiert die Wälzlagerung den Ölkühlungsbedarf und macht die bislang obligatorische Druckölschmierung überflüssig. Diese Eigenschaft in Verbindung mit der Notlaufeignung prädestiniert wälzgelagerte Ausgleichswellen für Motoren mit Start-Stopp-System.
Auch ermöglicht die Wälzlagerung ein neues, gewichtsoptimiertes Layout der Ausgleichswellen mit einer um rund ein Drittel reduzierten Masse. So sollen allein die zwei pro Motor montierten, konstruktionsbedingt mit doppelter Kurbelwellendrehzahl laufenden Ausgleichswellen das Gewicht um rund ein Kilogramm senken. Die filigrane Bauweise minimiert auch die Drehträgheit der Welle und verringert damit wiederum die erforderlichen Antriebskräfte.
Bei Wälzlagerungen im Motor liegen noch Potentiale für höhere Energieeffizienz im Antriebsstrang
In Detroit entgegengenommen wurde der im Rahmen des SAE-Kongresses (Society of Automotive Engineers) verliehene Preis von Dr. Peter Solfrank, bei Schaeffler verantwortlich für die Produktgruppe für Wälzlager und Ausgleichswellen im Motor. "Mit wachsender Bedeutung der Optimierung von Verbrennungsmotoren rückt auch das Thema Wälzlagerung im Motor in den Blickpunkt. Hier liegen noch Potenziale für die Verbesserung der Energieeffizienz des klassischen Antriebsstrangs", sagt Dr. Solfrank.
Die wälzgelagerte Leichtbau-Ausgleichswelle feierte ihre Premiere im als "engine of the year 2009" ausgezeichneten Vierzylinder-Diesel OM 651 von Daimler. Mittlerweile sind Ausgleichswellen weiterer moderner Motoren wälzgelagert, wie zum Beispiel der in diesem Jahr mit dem "engine of the year"-Award ausgezeichnete Zweizylinder-TwinAir aus dem Hause Fiat. Im vergangenen Jahr wurde die wälzgelagerte Leichtbau-Ausgleichswelle bereits mit dem "Stahl-Innovationspreis" ausgezeichnet. (mi)
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