Industrie 4.0 Saar-Uni bildet Ingenieure für Industrie 4.0 aus

Ab diesem Wintersemester bietet die Universität des Saarlandes den neuen Studiengang Systems Engineering an. Er orientiert sich an den Kernideen von Industrie 4.0 und vermittelt wichtige Grundlagen, die für die Entwicklung und Steuerung technischer Systeme notwendig sind. Studenten lernen zudem, wie sie ein Produkt von der Entwicklung bis zur Markteinführung und darüber hinaus begleiten.

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An der Saar-Uni forschen Ingenieure in unterschiedlichen Bereichen: Prof. Dirk Bähre (r.) und Dipl.-Ing. Olivier Weber arbeiten zum Beispiel an einem Verfahren, das es ermöglicht, maßgefertigte Metall-Bauteile in großer Zahl günstig herzustellen.
An der Saar-Uni forschen Ingenieure in unterschiedlichen Bereichen: Prof. Dirk Bähre (r.) und Dipl.-Ing. Olivier Weber arbeiten zum Beispiel an einem Verfahren, das es ermöglicht, maßgefertigte Metall-Bauteile in großer Zahl günstig herzustellen.
(Bild: Oliver Dietze)

In der Fabrik der Zukunft werden Maschinen intelligent vernetzt. „Es wird daher nicht mehr ausreichen, ein technisches System nur zu entwickeln. Ingenieure müssen auch in der Lage sein, Prozesse von der Produktidee bis zum Recycling zu begleiten“, sagt Matthias Nienhaus, Professor für Antriebstechnik an der Saar-Uni. Auf diese Herausforderungen wird der neue Studiengang Systems Engineering, der den bisherigen Mechatronik-Studiengang ersetzt, möglichst umfassend vorbereiten. „Wir haben unser Lehrangebot noch stärker auf die integrierten Systeme ausgerichtet, die in der Industrie eine immer wichtigere Rolle spielen“, erklärt Nienhaus.

Produkt über gesamten Lebenszyklus begleiten

Bachelor-Studenten können unter anderem zwischen den Vertiefungen Maschinenbau, Elektrotechnik, Mikrosystemtechnik und integrierte Systeme wählen. „Aufbauend auf diesen Grundlagen beschäftigen sie sich dann im Masterstudium zum Beispiel vertieft mit der Fertigungstechnik, Sensorik und Antriebstechnik“, erläutert Professor Nienhaus. Damit die Absolventen später wissen, wie sie ein Produkt über seinen gesamten Lebenszyklus begleiten, belegen sie auch Kurse in den Wirtschaftswissenschaften, etwa zum Technologie- und Innovationsmanagement.

Einführung in Softwaretechnik und Materialwissenschaft

Außerdem werden sie fundiert in die immer wichtiger werdende Softwaretechnik eingeführt und befassen sich mit Themen der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik. „Die Studenten haben vielfältige Möglichkeiten, studienbegleitend praktische Erfahrungen in der Industrie zu sammeln, etwa im Rahmen eines kooperativen Studiums, oder in einem Forschungsprojekt“, sagt Nienhaus. Für den neuen Studiengang sollte man neben technischem Interesse und logischem Denkvermögen auch physikalisches Verständnis und gute Kenntnisse in Mathematik mitbringen.

Interessenten können sich noch bis zum 30. September an der Universität des Saarlandes für den Bachelorstudiengang einschreiben. Um sich für einen Platz im Masterstudium zu bewerben, müssen die Unterlagen bis zum 1. September eingereicht werden. (sh)

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