Kegelrollenlager Rotorwelle besonders eng axial führen

Redakteur: Juliana Schulze

Die Schaeffler Gruppe Industrie hat mit einer Kombination aus winkeleinstellbaren Kegel- und Zylinderrollenlagern eine Lösung für die Lagerung der Rotorwelle in Windkraftanlagen entwickelt.

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Diese Lösung ermöglicht eine besonders enge axiale Führung der Rotorwelle. Damit können Wellenverschiebungen und die Auswirkungen von Vibrationen deutlich reduziert werden. Dabei werden die Eigenschaften des Kegelrollenlagers als Festlager und des Zylinderrollenlagers als Loslager verbunden und eine über die Ausführung des Gehäuses notwendige Winkeleinstellung ermöglicht, um Fluchtungsfehler der Lagerstellen zueinander auszugleichen.

Pendelrollenlager bisher mit hohem Lagerspiel

Bisher kommen für die Lagerung der Hauptwelle bei getrennten Lagergehäusen zwei Pendelrollenlager als Fest-/Loslagerkombination zum Einsatz. Pendelrollenlager haben den Vorteil, dass sie Winkelfehler der Welle gut ausgleichen und zudem hohe radiale und axiale Lasten aufnehmen können, wie sie typischerweise in Windkraftanlagen vorkommen. Die konstruktiven Eigenschaften führen jedoch auch dazu, dass auf Festlagerseite ein relativ hohes Radialspiel wirkt. Dieses führt mit dem Faktor sechs bis sieben auch zu einem hohen Axialspiel. Treten hohe axiale Lasten bei geringen Drehzahlen auf, etwa bei einem plötzlichen, heftigen Windstoß, weicht das Pendelrollenlager in axialer Richtung aus. So kommt es zu Gleitbewegungen zwischen Wälzkörpern und Laufbahnen, die das Lager auf Dauer schädigen können. Auf Loslagerseite muss die axiale Verschiebung über das Lagergehäuse erfolgen. Dies erfordert hohe Kräfte, die die Beanspruchung des Lagers erhöhen.

Teil 2: Axiales Spiel von Pendelrollenlager wird vermieden

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