Federn Rolloabdeckungen mit patentiertem Federmotor
Neben Verschleiß des Rollomaterials ist Federbruch eine der Hauptursachen für Probleme beim Führungsbahnschutz mit Rolloabdeckungen von Werkzeugmaschinen. Während die erste Ursache mit der applikationsgerechten Auswahl vom Material umgangen werden kann, sind zur Vermeidung von Federbrüchen stärkere technische Eingriffe notwendig. Der Führungsbahnschutz-Spezialist P.E.I. aus Ismaning bietet hier eine Lösung, die für eine Verdoppelung der Standzeit der eingesetzten Federn sorgt. Der Name Sure-Spring („sichere Feder“) ist also Programm.
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Bei dem konventionellen Aufbau eines Federmotors sind die Enden der Feder derart fixiert, dass die Drehungen der Aus- und Abwicklung des Rollos zu Dehnungen oder Stauchungen der Feder führen. Insbesondere die Stauchungen sind gefährlich, denn sie führen zu Extrembelastungen des Federmaterials. Besonders prekär wird die Situation dann, wenn mehrere Federn mit unterschiedlichen Durchmessern verwendet werden, um bei gleicher Rollobreite mehr Drehmoment zu realisieren. In diesem Fall kann es passieren, dass die gestauchten Federn ineinandergreifen, sich verheddern und schließlich brechen.
Bei den Rolloabdeckungen mit dem Sure-Spring-System von P.E.I. wird dies durch den besonderen mechanischen Aufbau des Aufwickelmotors vermieden. Gegenüber der konventionellen Ausführung eines Federmotors arbeiten die Ein- oder Mehrfachfedern stets unter optimalen geometrischen Voraussetzungen. Ermöglicht wird dies durch eine geführte und kontrollierte Verschiebung einer Endseite der Federn. Dieses Ende läuft mittig auf einer Gewindestange, außen greifen Zähne in Innennuten des Aufwickelrohres. Bei jeder Bewegung des Aufwickelrohres ändert sich gleichzeitig der für die Federn zur Verfügung stehende Raum.
Der Effekt ist überraschend wie einfach: Die einzelnen Wicklungen der Federn haben im Sure-Spring-System immer den genau richtigen Bauraum zur Verfügung mit der Konsequenz, dass die Federn weder besonders gedehnt noch gestaucht werden. So bleibt auch die koaxiale Lage der Mehrfachfedern beibehalten und es treten keine Überschneidungen der Federn auf.
Die Wahl des Rollo-Materials
August Wenzler Maschinenbau in Spaichingen setzt Rollos mit dem Material Temat 160 ein, eine Kombination aus Polyurethan auf Polyester-Einsatzgewebe. Aufgrund der Dauertemperaturbeständigkeit von –30 bis +90°C und besonderer Resistenz gegen Öle und Fette auf Erdölbasis ist es für den Einsatz in Nassbearbeitung sehr gut geeignet. Die X-Achsen-Bänder sind gut 2,6 m breit und haben einen maximalen Auszug von 1,1 m, während die Rollos der Y-Achse nur gut einen Meter breit sind, dafür eine maximale Auszugslänge von 1,6 m haben. Die Rollogehäuse können wegen ihrer kompakten Maße von 110 x 110 mm Querschnitt und jeweils nur 15 mm Überstand sehr gut in die Maschine integriert werden.
Sollte der Temperaturbereich nicht genügen, können die klassischen Textil- und Kunststoffmaterialien bei P.E.I. durch das so genannte Steel Band ersetzt werden - Ergebnis der Zusammenführung von Vorteilen zweier Materialien. Auf der Sichtseite ist durch Kaltumformung versteifter Edelstahl eingesetzt, dessen Einzelteilgeometrie so ausgelegt ist, dass sich eine glatte Oberfläche ergibt. Als Trägermaterial fungiert ein strapazierfähiges Polyestergewebe, das seinerseits eine besonders hohe Flexibilität gewährleistet. Verbunden werden die beiden Materialien durch ein vor allem auf Langlebigkeit getestetes und von P.E.I. ebenfalls patentiertes thermisches Verfahren. In diesem Fall steht dem Konstrukteur also eine sehr kompakte Rolloabdeckung mit den Eigenschaften einer Stahlabdeckung zur Verfügung.
Austausch des Abdeckbandes möglich
Neben den Vorteilen des Federmotors selbst sind es Details wie die Befestigung des Rollobandes, die einfach wie innovativ umgesetzt sind. Entgegen der herkömmlichen Befestigung des Abdeckbandes am Aufwickelrohr durch Verklebung erfolgt beim Sure-Spring-System die Befestigung mechanisch. Es werden keine Klebemittel verwendet, ein Austausch des Abdeckbandes sowie der Einsatz in chemisch aggressiver Umgebung ist problemlos möglich. „Wir können dem Konstrukteur das ganze Spektrum der Führungsbahnschutz-Systeme anbieten und sind daher in der Lage, ohne Produktdruck zu beraten,“ nennt Irmgard Grindinger, Geschäftsleiterin der P.E.I. GmbH eine der Stärken ihres Unternehmens. Produkte wie das Sure-Spring-System beweisen, dass Lösungen im Sinne des Maschinenkonstrukteurs angeboten werden.
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