Winkelsensor

Robuste Sensoren ermöglichen zuverlässigen Robotereinsatz im Kuhstall

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Der „Mist“-Roboter ist flach, aber sehr schwer

Angetrieben wird der Roboter über zwei Räder mit jeweils eigenem Motor. Dadurch kommt ein sehr kleiner Wendekreis zustande, der beim Zwei-Meter-Schieber nur 240 cm beträgt. Der Cow-Rob ist flach gebaut, aber 450 kg schwer und daher von den Tieren nicht zu verdrängen. Dagegen kann er bis zu 100 kg Schiebekraft aufbieten, allerdings mit tierfreundlicher Sicherheitsschaltung, die bei einer Überschreitung der Schiebelast die Vorwärtsbewegung stoppt und ein Ausweichmanöver startet. So bewegt sich der Cow-Rob geräuscharm zwischen den Tieren, die sich schnell an ihren reinigenden Stallgenossen gewöhnen.

Nahezu unermüdlich ist er unterwegs. Mit seiner wendigen Technik reinigt er sowohl Haupt- als auch Verbindungsgänge sowie Stallecken und -kanten. Leistungsstarke Akkus, die in nur 4,5 Stunden vollständig geladen sind, ermöglichen eine Laufzeit von bis zu 19,5 Stunden pro Tag. Bei einer Arbeitsgeschwindigkeit von 4 m pro Minute kann er so im Automatikbetrieb zwischen 6.000 und 8.600 qm Stallfläche säubern. Auch die Steuerung per Fernbedienung ist möglich.

Robuste Sensoren sichern zuverlässigen Einsatz

Antonius Bengfort verweist auf die Grundprinzipien bei der Cow-Rob-Entwicklung: „Wir haben großen Wert darauf gelegt, den Roboter und seine Bedienung so einfach wie möglich zu halten. Dazu haben wir eine Software entwickelt, die mit wenigen Sensoren auskommt.“

Diese müssen allerdings besonders hochwertig und robust sein. Denn der Einsatzbereich ist nicht nur feucht, sondern auch unter anderem mit Ammoniak und Schwefelwasserstoff belastet. „Die zuverlässige Funktion der Sensoren ist Grundvoraussetzung für den erfolgreichen Robotereinsatz“, weiß der Betebe-Geschäftsführer. „Bei allen Komponenten haben wir uns für deutsche Hersteller entschieden, die besten Ruf genießen“. Die Winkelsensoren zur Überwachung der Lenkrollen stammen von Elobau in Leutkirch.

Anfangs hatte Betebe auch Versuche mit konventionellen Endschaltern unternommen, die das Signal „Wandkontakt – ja oder nein“ übermittelten und Steuersignale setzten. Die Erfahrungen mit dem analogen Signal von 1 bis 5 V, das der Elobau-Winkelgeber vom Typ 424A übermittelt, waren jedoch viel besser. Bengfort erklärt: „Wir programmieren die Software so, dass der Roboter bei einem 2,5 V-Signal an der Wand entlang fahren soll. Dadurch werden die Bewegungen sehr gleichmäßig ausgeregelt.“

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