Antriebssteuerung Richtige Auswahl bei Frequenzumrichtern spart Kosten
Weil die Investitionskosten nur etwa 10 % der gesamten Lebenskosten eines Frequenzumrichters ausmachen, der größte Teil aber auf den Energieverbrauch im laufenden Betrieb entfällt, sind der Wirkungsgrad des Geräts und Funktionen wie Energiesparmodus oder automatische Energieoptimierung für den Anwender sehr wichtig.
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Eine der Schlüsseltechniken für eine erhöhte Energieeffizienz bei Endverbrauchern, industriellen und gewerblichen Anwendern und nicht zuletzt bei Maschinen- und Anlagenbauern stellt die elektrische Antriebstechnik dar. Sie bietet derzeit die effektivste Lösung, den Energieverbrauch schnell und deutlich zu senken. Eine Drehzahlregelung von elektrischen Motoren kann beispielsweise Kühlschrankkompressoren, Klimaanlagen und viele industriell genutzte Antriebe energetisch optimiert betreiben.
Energiesparen nicht um jeden Preis
So geht der ZVEI allein in der Industrie von einen Einsparpotential von 15 % des Stromverbrauchs bei elektromotorisch angetriebenen Systemen aus. Und mit diesem Argument werben alle Hersteller von Frequenzumrichtern, die einen entscheidenden Anteil an diesen Einsparungen haben. Aber Vorsicht: gleichgültig, welche Maßnahmen der Anwender ergreift, er muss sie immer vor der Umsetzung auf ihren Nutzen hin untersuchen. Er sollte den Grundsatz beherzigen: Energiesparen ja, aber nicht um jeden Preis.
Seit 1998 sind 2- und 4-polige Normmotoren im Leistungsbereich bis 100 kW gemäß den Wirkungsgradklassen EFF1 bis EFF3 eingeteilt. Inzwischen ist die „schlechteste“ Klasse EFF3 – außer bei Spezialmotoren, wo andere Anforderungen für den Einsatz gelten – fast vom Markt verschwunden. Den größten Anteil an den neu verkauften und in den Anlagen arbeitenden Getriebemotoren machen die im Wirkungsgrad verbesserten EFF2-Motoren aus, während die hocheffizienten EFF1-Motoren mit rund 12 % Marktanteil (2006, Quelle ZVEI) hinter den Erwartungen zurückblieben. Dies ist durch ein höheres Gewicht, größere Abmessungen und einen höheren Preis begründet. Ihr Einsatz rechnet sich erst ab 2000 Betriebsstunden jährlich, bei hoher Auslastung und nur wenigen Anfahr- oder Abbremsvorgängen.
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