Reverse Engineering Reverse Engineering für die Qualitätskontrolle
Rosenberg Ventilatoren beauftragte sigma3D mit dem Reverse Engineering eines Ventilatorflügels anhand einer Musterform. Ziel war es, der Qualitätssicherung eine dreidimensionale Produktskizze an die Hand zu geben, die als Basis zur Kontrolle der Serienteile dient.
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Seit fast drei Jahrzehnten beschäftigt sich die Firma Rosenberg Ventilatoren mit der Entwicklung und Produktion regelbarer Außenläufermotoren, Ventilatoren und Klimageräte. Das Unternehmen beschäftigt rund 1400 Mitarbeiter an 40 Standorten weltweit. Sämtliche Teile, vom Motor über den Ventilator bis hin zu Steuerungen und kompletten Kastenklimageräten, werden von Rosenberg selbst entwickelt und produziert.
Klima und Mitarbeiterschutz erfordern ständige Verbesserungsprozesse
Produkte von Rosenberg sind bekannt für ihre Energieeffizienz und ihre geringe Geräusch- und Vibrationsentwicklung. Das sorgt nicht nur für niedrige Heiz- und Kühlkosten, sondern reduziert auch die Geräuschbelastung für Angestellte und Kunden. Die Ingenieure Ventilatoren-Spezialisten sind ständig bestrebt, den Wirkungsgrad der Produkte weiter zu erhöhen und die Geräuschentwicklung zu senken. Daher werden alle Arbeitsschritte bei der Produktion von Ventilatoren erfasst und weiter optimiert. So unterziehen die Ingenieure die Produktion einer laufenden Qualitätskontrolle und entwickelten ständig neue Ventilatorflügelgeometrien.
Bei einem aktuellen Projekt holte sich Rosenberg die Unterstützung der Firma sigma3D. Die Experten wurden mit der Vermessung eines Muster-Ventilatorflügels und dem Aufbau eines parametrischen CAD-Modells beauftragt. Das CAD-Modell sollte in der Qualitätssicherung als Basis zur Vermessung von Serienteilen und zur Visualisierung in einem Produktkatalog dienen. Darüber hinaus wollte Rosenberg das dreidimensionale Modell in der künftigen Produktplanung nutzen. Sigma3D verwendete die Scan-Zu-CAD-Software Rapidform-XOR2 von Inus Technology.
Einscannen des Original-Modells
Zunächst wurde der Ventilatorflügel eingescannt. Ein Axialventilator besteht aus mehreren dreidimensional verdrehten Ventilatorflügeln die auf einer Nabe befestigt sind, sowie einem Antriebsmotor und einer Einströmdüse. Das Flügelmuster bei Rosenberg ist 180 x 150 mm groß. Die Oberfläche ist glatt. Für die Vermessung wurde die Oberfläche mit einem Anti-Reflexionsmittel weiß mattiert. Die Messgenauigkeit wurde im Ergebnis besser als 0,1 mm erwartet.
Ein Laser-Scanarm erfasste berührungslos eine Punktwolke von der Oberfläche des Ventilatorflügels. Das Messergebnis wurde als ein Polygonalmodell ausgegeben, welches die Grundlage für den folgenden Reverse Engineering-Prozess war. Hierbei modellierte man die Oberflächen des Ventilators und verschnitt sie verschnitten. Auf Basis dieser CAD-Flächen konstruierte man sodann ein Solid. Mit Rapidform-XOR2 können diese Konstruktionsschritte zusammenhängend in einer CAD-Anwendung bearbeitet und anschließend über Schnittstellen in alle großen CAD-Anwendungen zur Weiterverarbeitung übertragen werden. (Mehr Lesen auf den kommenden Seiten)
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