PLM Red Bull Racing entwickelt und fertigt Siegerauto mit der Siemens PLM-Software

Redakteur: Karl-Ullrich Höltkemeier

Siemens macht die Rennwagen von Red Bull Racing schneller und die Formel-1-Fabrik energieeffizienter. Die PLM-Software bildet das hocheffiziente elektronische Rückgrat neben der Strecke und erlaubt es, mit Top-Speed am Computer neue Komponenten zu konstruieren.

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Red Bull Racing entwickelt und fertigt das Siegerauto mit der Siemens-Software für Product Lifecycle Management (PLM). (Bild: Bilder: Red Bull)
Red Bull Racing entwickelt und fertigt das Siegerauto mit der Siemens-Software für Product Lifecycle Management (PLM). (Bild: Bilder: Red Bull)

Steve Nevey, der kaufmännische Leiter und technische Entwicklungschef bei Red Bull Racing erläutert: „So einen Rennwagen kann man mit ‘normalen‘ Autos auf der Straße eigentlich nicht vergleichen. Die erreichbare Geschwindigkeit und das Verhalten des Fahrzeugs hängen von Luftströmungen ab – über und unter der Karosserie, aber auch durch sie hindurch, denn der Motor verbraucht Luft und wird durch sie gekühlt. Die Konzentration auf Aerodynamik und Gewicht führt dazu, dass unsere Rennwagen technisch eher mit Flugzeugen als mit Limousinen vergleichbar sind. Von Anfang an stimmen wir alle Elemente und Eigenschaften genau aufeinander ab und optimieren dann immer weiter auf Geschwindigkeit und Präzision.“

Sebastian Vettels Weltmeisterauto mit Siemens PLM konstruiert

Sebastian Vettel und Red Bull Racing sind Formel-1-Doppelweltmeister 2010 nach dem Gewinn von Fahrer- und Konstrukteurstitel. Red Bull Racing entwickelt und fertigt sein Weltmeisterauto mit der Siemens-Software für Product Lifecycle Management (PLM). Die Software bildet das hocheffiziente elektronische Rückgrat neben der Strecke und erlaubt es, mit Top-Speed am Computer neue Komponenten zu konstruieren, diese Sekunden später per Mausklick produzieren zu lassen und anschließend in das Fahrzeug einzubauen. Das beschleunigt die Entwicklung und verbessert die Rundenzeiten.

„Die PLM-Software von Siemens spielt eine wichtige Rolle für unser Unternehmen. Diesen Beitrag für das Zusammenspiel von Entwicklung und Fertigung darf man nicht unterschätzen“, sagt Christian Horner, Teamchef von Red Bull Racing. Zudem trimmt Siemens jetzt Gebäude und Produktion der Formel-1-Fabrik im britischen Milton Keynes auf weniger Energieverbrauch und CO2-Ausstoß – damit nimmt Red Bull Racing eine Vorreiterrolle im Rennsport ein.

„Wir nennen es unser digitales Rückgrat“, erzählt Steve Nevey. „NX und Teamcenter sitzen im Herzstück unseres Betriebes und versorgen unsere Fertigungsanlagen mit Daten. Ohne sie ginge es nicht.“

Stetiger Fokus auf Weiterentwicklung und Innovation

In keiner Industrie müssen Produkte so schnell weiterentwickelt und gefertigt werden, wie in der Formel 1. Nirgends können minimale Änderungen in der Konstruktion das gesamte Fahrverhalten so sehr beeinflussen wie in der Formel 1. Sieg und Niederlage liegen oft nur Bruchteile von Sekunden voneinander entfernt. Rund 100 Ingenieure bei Red Bull Racing arbeiten tagtäglich unter Hochdruck mit der Siemens-Software daran, die Autos von Sebastian Vettel und Mark Webber in der kurzen Zeit zwischen den Rennen noch einen Tick schneller zu machen.

Die Ingenieure entwickeln das gesamte Fahrzeug, entwerfen ständig neue Komponenten, fügen alle 4.000 Einzelteile zusammen und testen das Fahrzeug auf Herz und Nieren – und zwar alles am Computer. Den Entwicklern reicht anschließend ein Mausklick, um die neuen Teile sofort fräsen und stanzen zu lassen – es müssen keine Daten von Hand in der Fertigung an den Werkzeugmaschinen eingegeben oder in andere IT-Systeme übertragen werden. Das spart Zeit und Kosten: Red Bull Racing hat seinen Materialaufwand durch die Software signifikant reduziert und konnte Abläufe im Design und in der Fertigung um bis zu 75 Prozent beschleunigen.

Teil 2: In kürzester Zeit analysieren, ändern und produzieren

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