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Erkenntnisse des „Baumflüsterers“ umgesetzt
Inspiration fanden die Entwickler von Ziehl-Abegg bei Professor Claus Mattheck. Der „Baumflüsterer“ oder „Baumpapst“, wie ihn die Medien bezeichnen, schlägt die Brücke zwischen Natur und Technik: Denn der Professor ist Vorreiter der Wissenschaft der Bionik, die biologische Prozesse in technische Produkte überführt.
Buchtipp
Was Konstrukteure und Entwickler von Bäumen lernen können
Wie ist dies beim Ventilator Zavblue umgesetzt? Die sieben Schaufeln des Radialventilators münden sowohl in die Deck- als auch in die Bodenscheibe gerade so, wie Bäumen nach oben wachsen: nicht im rechten Winkel, sondern in einem leichten Radius am Boden. Mit dem bloßen Auge ist dies schwer zu erkennen; dazu sind die dem Baum nachempfundenen Zuwächse zu gering. Dennoch bieten diese bionischen Ansätze beim Übergang der Schaufeln die gleicher Festigkeit wie schwere Flügel.
Erstmals wurde nun durch das Zavblue der Ansatz von Prof. Claus Mattheck in die Ventilatorenentwicklung eingebracht. Der Radialventilator wurde zudem mit einem bei Ziehl-Abegg bereits bewährten bionischen Flügeldesign versehen: die Flügelräder sind wie Vogelschwingen gebogen und haben an den Kanten eine auslaufende, ausgedünnte Form.
Gemeinschaftswerk von Experten der Aerodynamik und des Werkzeugbaus
Was einfach klingt, war ein etwa zweijähriger iterativer Prozess zwischen Aerodynamik-Experten, Leichtbauspezialisten und Werkzeugbau-Experten. Denn das Design eines Ventilators hängt letztlich auch davon ab, was die Werkzeuge in einer Spritzgussmaschine herstellen können. Daher mussten nicht nur die Ventilator-Entwickler Neues schaffen, auch die Werkzeugbauer musste eine komplexe Werkzeugtechnologie mit zahlreichen ineinander greifenden Schiebern neu entwickeln. Der Ventilator Zavblue ist also letztlich ein Gemeinschaftswerk von Experten mehrerer Fachrichtungen. (mz)
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