Elektromotor

Pumpenüberwachung mit elektronischem Motormanagement

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Präventive Wartung optimal planen

Neben den Werten der integrierten Schaltspiel- und Betriebsstundenzähler liefert eine sinnvoll parametrierte Meldeschwelle wichtige Informationen für eine zustandsorientierte Wartung, indem sie z.B. einen verschmutzten Filter signalisiert. Bislang werden dazu häufig Druckdifferenzwächter genutzt, die insbesondere im Ex-Bereich mehrere 100 Euro kosten können. Technisch gesehen bewirkt die Filterverunreinigung lediglich eine leichte Erhöhung der Wirkleistungsaufnahme. Dies wird vom EMM erkannt und gemeldet, während die Pumpe weiterläuft (Abb. 5). Aufgrund der Vorwarnung kann der Anwender jedoch eine zeitlich optimale Wartung einplanen.

Die komplette Pumpenapplikation lässt sich also mit nur einem Motormanager gegen fast alle Problemfälle schützen – und das zum Preis eines größeren Motorschutzrelais. Die Einbindung weiterer Sensorik oder zusätzlicher Hardware ist nicht notwendig, da der Motor in seiner Funktion als Sensor vorhanden ist.

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Einfache Vernetzung mit Profibus-Gateway

Die Konfiguration und Parametrierung des EMM wird auf Basis der FDT/DTM-Technologie mit einer kostenfrei erhältlichen Software realisiert. Damit können alle weiteren Informationen des Motormanagers abgefragt und die Wirkleistungskurven unterschiedlicher Vorgänge aufgezeichnet, abgespeichert und so für eine spätere Analyse archiviert werden. Wird der EMM über einen in die Tragschiene eingerasteten T-Bus-Kontakt mit dem Profibus-Gateway von Phoenix Contact verbunden, stehen die Daten auch im Profibus-Netzwerk zur Verfügung. Dabei kann das Gateway als Master mit nur einer Profibus-Adresse bis zu 32 EMM-Module verwalten.

Hannover Messe 2009: Halle 9, Stand F40

* Dipl.-Ing. Frank Döllerer ist Mitarbeiter bei Phoenix Contact Electronics, Bad Pyrmont.

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