Kugeldrehverbindung

Präzisionslager im Einsatz in der Medizintechnik

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Das Material der Kugeldrehverbindung wird vergütet

Engere Toleranzen bei Axial- und Radialschlag und die kundenseitig vorgegebenen technischen Spezifikationen erforderten in dieser Anwendung jedoch eine innenverzahnte Ausführung nach Maß. Für Fälle wie diesen hat Rodriguez die Eigenfertigung mit einem Maschinenpark aufgebaut; hier werden Individuallösungen umgesetzt.

Bei den Kugeldrehverbindungen für VDL wird das Material zunächst vergütet. Diese Wärmebehandlung verhindert, dass sich die Ringe beim anschließenden Bearbeiten verwerfen; das hätte funktionelle Ungenauigkeiten sowohl in der Diagnostik als auch der Strahlentherapie zur Folge. Der Außenring wurde leicht modifiziert, um die Vorgaben bezüglich des Einbauraums zu erfüllen, und der Schmiernippel versenkt. So kann in der Drehbewegung des Arms nichts von der Umgebung daran haken. Damit er sich in der gleichen Ebene dreht, keinerlei Bewegungsfreiheit hat und über einen homogenen Drehverlauf verfügt, ist das Lager spielfrei und den spezifischen Drehmomentvorgaben entsprechend ausgelegt. Für eine einwandfreie Laufruhe bzw. die zuverlässige Bewegungsgenauigkeit wurden zudem die Form und Toleranzen der Zähne modifiziert.

„Das Zusammenspiel der technischen Komponenten muss exakt aufeinander abgestimmt sein“, weiß Sven Handels; der gebürtige Niederländer ist Product Manager bei Rodriguez und Vertriebsverantwortlicher für den Kunden VDL. So definiert der Motor das Antriebsritzel und das wiederum die Anforderungen an die Kugeldrehverbindung. Sie haben gemäß der Antriebsleistung eine Verzahnung mit Kopfkürzung und Profilverschiebung. Die Ausführung ermöglicht hohe Genauigkeit bei der Positionierung und damit eine entsprechende Wiederholgenauigkeit.

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