Metall
Alternative zu austenitischen Edelstählen in Wasserstoffanwendungen

Quelle: Poppe+Potthoff 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Bei der Fertigung von Komponenten für Wasserstoffanwendungen kommen derzeit oft austenitische Edelstähle zum Einsatz. Diese Materialien sind zwar korrosionsbeständig, weisen jedoch gleichzeitig einige Einschränkungen auf. Mit PPH2 hat Poppe + Potthoff eine Alternative entwickelt.

PPH2 ist ein legierter Kohlenstoff-Stahl, der speziell für den Einsatz in Wasserstoffanwendungen konzipiert wurde.(Bild:  Poppe+Potthoff)
PPH2 ist ein legierter Kohlenstoff-Stahl, der speziell für den Einsatz in Wasserstoffanwendungen konzipiert wurde.
(Bild: Poppe+Potthoff)

Mobile und industrielle Wasserstoffanwendungen stellen hohe Anforderungen an die eingesetzten Komponenten. Diese müssen extreme Bedingungen wie hohen Druck und erhebliche mechanische Beanspruchung zuverlässig bewältigen. Gleichzeitig diffundiert Wasserstoff leicht in metallische Strukturen und kann dort zur Versprödung führen, was die Lebensdauer und Sicherheit von Bauteilen erheblich beeinträchtigen kann. Das Unternehmen Poppe + Potthoff in Werther (Westfalen) hat mit PPH2 einen Werkstoff entwickelt, der eine geeignete Alternative zu etablierten Materialien wie austenitischen Edelstählen bei der Fertigung von Wasserstoff-Komponenten sein kann. Durch die spezifischen Eigenschaften des PPH2 Werkstoffs können sich neue Möglichkeiten in der Entwicklung und Herstellung von Wasserstoffkomponenten eröffnen, insbesondere in Anwendungen, bei denen eine Kombination aus Langlebigkeit und Effizienz entscheidend ist.

Herausforderungen bei der Fertigung von Wasserstoff-Komponenten

Bei der Fertigung von Komponenten für Wasserstoffanwendungen (wie beispielsweise Leitungen oder Verteilerleisten (Manifolds)) kommen derzeit oft austenitische Edelstähle zum Einsatz. Diese Materialien sind zwar korrosionsbeständig, weisen jedoch gleichzeitig einige Einschränkungen auf: Unter anderem erfordert ihre geringe mechanische Festigkeit den Einsatz dickerer Wandstärken, um den notwendigen Druckbeständigkeiten (bis 700 bar Arbeitsdruck) gerecht zu werden. Dies führt zu einem erhöhten Materialeinsatz, steigert das Gewicht der Komponenten und erschwert die Integration in kompakte Wasserstoffsysteme.