Parallelgreifer Portalachse ohne Schleppleitung: Konsequenz am Greifer
Portalachsen mit induktiver Energie- und Datenübertragung auszustatten macht wartungsanfällige Kabelschlepp überflüssig. Das bedeutet aber auch, auf die Pneumatikzuführung zum Greifer
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Portalachsen mit induktiver Energie- und Datenübertragung auszustatten macht wartungsanfällige Kabelschlepp überflüssig. Das bedeutet aber auch, auf die Pneumatikzuführung zum Greifer verzichten zu können. Für einen Portalroboter von Liebherr, zur Handhabung schwerer Kegelräder, hat Sommer-automatic einen servomotorisch angetriebenen Parallelgreifer adaptiert.
Marktüblich und bewährt verwendet man in Portalachsen Schleppleitungen, die allerdings den Nachteil haben, dass von Zeit zu Zeit beanspruchte Leitungen ausgetauscht werden müssen. In der X-Achse eines Portalroboters, mit dem über 40 kg schwere Kegelräder zwischen Speicherplätzen und Werkzeugmaschinen in kontinuierlicher Routine gehandelt werden, hat Liebherr-Verzahntechnik das berührungslose System MOVITRANS von SEW-EURODRIVE appliziert. Es senkt die Kosten für Wartung und Instandhaltung des Antriebsstrangs. Unter diesem Produktnamen sind alle Versorgungskomponenten zusammengefasst, die eine Energieübertragung nach dem Transformatorprinzip ermöglichen.
Das Besondere dabei ist, dass der Primärkreis aus nur einer Windung besteht, die fest installiert an der Portalachse verlegt ist. Der Sekundärteil wird aus einer oder mehreren Spulen, mitgeführt auf dem Laufwagen, gebildet. Die Energieübertragung erfolgt induktiv über einen Luftspalt von ca. 10 mm. Parallel zur Energie ist ein Wlan-Leckwellenleiter verlegt. So kann der Steuerungsanteil mit einer Empfangseinheit ebenfalls am Laufwagen mitgeführt werden. Neben geringerem Installationsaufwand und genereller Wartungsfreiheit macht die mitfahrende Spannungs- und Datenversorgung flexibel in der Achslänge.
Servomotorisch angetriebener Greifer macht die Schleppleitung überflüssig
Um letztlich auf einen Kabelschlepp gänzlich verzichten zu können, hat Sommer-automatic dazu einen servomotorisch angetriebenen Parallelgreifer appliziert. Die konstruktive Basis der komplett modularen Einheit bilden präzise Linearführungen mit einer über ein Riemenvorgelege angetriebenen Trapezspindel. Der Servomotor ist am Greifer, der Umrichter ist am Portallaufwagen integriert. Übersetzung und Dimensionierungen der einzelnen Komponenten können auf das zu handhabende Werkstückspektrum abgestimmt werden. Das Greifsystem bietet die Möglichkeit, auf unterschiedlichste Werkstückgeometrien und -gewichte einzugehen. Daraus ergibt sich ein breites Anwendungsspektrum mit gutem Kosten-/Nutzen-Verhältnis.
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