Zahnriemen Polyurethan-Zahnriemen in Ski- und Snowboardservicerobotern
Bei der Konstruktion der Antriebe und Transporteinheiten für Skischleif- und Bearbeitungsmaschinen der Schweizer Montana Sport International AG setzt man auf Polyurethan-Zahnriemen aus dem Mulco-Programm. Sie zeichnen sich vor allem durch Genauigkeit, leisen Lauf und Wartungsfreiheit aus.
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Aus der Welt des alpinen und nordischen Skisports sowie der Fertigung von Skiern und Snowboards sind sie nicht wegzudenken, Service-Maschinen der Schweizer Montana Sport International, einer Tochtergesellschaft der Ernst Knoll Feinmechanik, Umkirch. Mit der neuen, bei Knoll entwickelten und gefertigten Multifunktionsroboter-Generation „Diamond“ und „Saphir“ zur Wartung von Skiern und Snowboards aller Art zeigt das Unternehmen, dass es zu den Marktführern bei Skischleif- und Bearbeitungsmaschinen gehört. In der Konstruktion der Antriebe und Transporteinheiten setzt Dirk Hausdörfer, Leiter Konstruktion und Design bei Knoll, auf Polyurethan-Zahnriemen aus dem Mulco-Programm.
Skispaß nur mit optimal präparierten Skiern
Wenn in der Saison Millionen von Menschen weltweit auf ihre Skier steigen, um in mehr oder weniger atemberaubenden Kurvenlagen zu Tal zu „carven“, elegant durch die Loipe zu gleiten oder akrobatisch ein Snowboard zu beherrschen, ist den meisten nicht bewusst, welche Kräfte und Verschleiß auf Beläge und Kanten einwirken und wie entscheidend deren optimaler Zustand ist.
„Ein Ski oder Snowboard ist nur dann optimal präpariert, wenn die Serviceschritte in allen Bearbeitungsstufen vom Belag über die Kanten bis zum Tuning (Hochglanzpolieren der Kante) durchgängig hohe Qualität und Präzision haben“, erläutert Dirk Hausdörfer an einem Serviceroboter des Typs Saphir und legt ein Paar Ski – komplett mit Bindungen – auf die mit aufgeschweißten Nocken zur Taktsteuerung der Skiaufnahme versehenen Polyurethan-Zahnriemen.
Angepasste Optik der Zahnriemen für den Life-Style-Bereich
Den ungläubigen Blick auf die schwarz eingefärbten Breco-V-ZR-Zahnriemen 32 T10/2880-V bemerkend ergänzt er: „Wir bewegen uns im Skisport in einem Lifestyle-Bereich, wo auch die Optik unserer Maschinen wichtig ist. Viele stehen ja direkt sichtbar in den Verleihstationen oder Sporthäusern“. Diese 2880 mm langen und 32 mm breiten verschweißten Zahnriemen der Skibeladestation, so René Preßler, beratender Antriebsspezialist bei Mulco-Vertriebspartner Hilger und Kern, Mannheim, seien nach Kundenwunsch gefertigt und “bewusst“ schwarz eingefärbt, weil die Optik der hellen Standardfarbe der Zahnriemen durch den hohen Verschmutzungsgrad der Skier doch sehr schnell leiden würde.
In der Beladestation mit einem Magazin für sechs Skier mit Bindung wird die Skilänge automatisch erkannt, der Ski zentriert und mit PowerVac-Vakuumsystem über einen Vertikalschlitten in die Schleifebene transportiert. Den Vertikalschlitten treibt ein Hochleistungszahnriemen Synchroflex ZR 16 AT5/390 GEN III an. In der Schleifebene wird zunächst auf einem runden Stein der Belag geschliffen, wobei 30 computergesteuerte Schleifprogramme das individuelle Anpassen der wichtigsten Parameter ermöglichen.
„Das Abrichtwerkzeug können wir in zwölf Stufen von 0,5/100 bis 6/100 mm Tiefe einstellen“, erläutert Dirk Hausdörfer. Dann erst erhält der Belag eine Struktur, die ihn je nach vorhandenen Schneebedingungen optimal gleiten lässt.
Keramik-Bandtechnologie für die „schnelle Kante“
In der nächsten Station werden die Seitenkanten der Ski oder Snowboards mit einem Kantenwinkel von < 90° geschliffen. Das ist entscheidend für den optimalen Griff und beste Carvingeigenschaften. Dank der speziellen Montana-Keramik-Bandtechnologie wird von Anfang bis Skiende ohne Einlaufspuren „in Laufrichtung“ geschliffen. Das soll die „schnelle Kante“ garantieren.
In der dritten Stufe, dem „Tuning“, entfernt man den beim Schleifvorgang entstandenen feinen Grat und hängt die Kante auf 0,5° ab. Das anschließende Auspolieren auf Hochglanz beendet den präzisen Bearbeitungsvorgang. Mit dem „Radial-Tuning“ hat sich der Hersteller ein besonderes Verfahren einfallen lassen, das die Skikanten im breiteren Schaufel- und Endbereich stärker abhängen lässt. Diese Maßnahme soll Skier und Snowboards drehfreudiger machen und die Sturzgefahr in Kurven entscheidend vermindern. Das „Crystal Glide Finish“ ist in der Welt der Skier- und Snowboardfans bekannt für hohe Qualität.
Optional ist der Einbau einer automatischen Wachsstation im Roboter möglich, um den Service optimal zu automatisieren. Bis zu vierzig Paar Skier kann dann das Bearbeitungszentrum pro Stunde bearbeiten.
Unverzichtbare leise Polyurethan-Zahnriemen
Weltweit findet man diese Servicemaschinen sowohl in kleinen Betrieben mit wenigen 100 Services pro Saison als auch großen, mit weit über 100000 Durchgängen. Allen Maschinen aus dem Hause Knoll/Montana zu eigen ist die zukunftsweisende Technik, hohe Präzision und robuste Konstruktion bei hoher Wirtschaftlichkeit. Für Konstrukteur Hausdörfer sind die Polyurethan-Zahnriemen wegen ihrer hohen Präzision, Wartungsfreiheit und Genauigkeit sowie dem günstigen Kostenfaktor ein unverzichtbarer Bestandteil seiner Antriebs- und Transportlösungen geworden. „Und das nicht nur wegen des unübertroffen leisen Laufes der Zahnriemen“, ergänzt er lächelnd. „Hohe Zugfestigkeit und absolute Resistenz gegen chemische Substanzen seien neben der Abriebfestigkeit und ausgezeichneter Längenkonstanz ebenfalls entscheidende Parameter.“
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