Kunststoff

Polycarbonat als Werkstoff für automobile Dachsysteme

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Fertigung im Zwei-Komponenten-Spritzgießverfahren

Gefertigt werden die Polycarbonat-Produkte im Zwei-Komponenten-Spritzgießverfahren. Mit dem Prägewerkzeug können verschiedene Verfahren wie beispielsweise das Parallelprägen realisiert werden. Bei einem anderen Herstellungsverfahren wären dafür mehrere Maschinen notwendig. Nach der Produktion werden die Scheibenelemente in der eigenen Beschichtungsanlage im Reinraum mit einem speziellen Kratzfest- und UV-Schutzlack versehen. Durch diese Schutzschicht erhalten die Dächer die wichtigen zusätzlichen Eigenschaften wie Kratzfestigkeit und Witterungsbeständigkeit. Der Beschichtungsprozess läuft vollautomatisch und beschichtet die Polycarbonatteile gleichermaßen auf der Vorder- und Rückseite, ohne weitere Vor- oder Nachbearbeitung. Dabei behält das Dach seine Eigenschaften und optische Qualität. Die fertigen Elemente besitzen geringe innere Spannungen sowie hohe Formgenauigkeit.

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Anteil von Polycarbonat in Pkw weiter steigend

Derzeit liegt der verbaute Anteil von Polycarbonat in Pkw bei etwa 15 %. Experten gehen davon aus, dass er innerhalb der nächsten fünf Jahre auf rund 20 % anwachsen wird. Denn die Polycarbonat-Technologie bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten, die weit über traditionelle Schiebe- und Panoramadächer hinausgehen. Aus Polycarbonat sind sehr große Dächer darstellbar, ebenso visionäre Ideen wie geschwungene Scheiben. Denkbar sind beispielsweise auch feststehende hintere Seiten- und Heckscheiben, Windschutzscheiben, Spoiler mit integrierten Rückleuchten, aber auch bewegliche Seitenscheiben. Zudem können weitere Funktionen in die Polycarbonat-Bauteile integriert werden, wie beispielsweise Heizdrähte und Solarzellen. (qui)

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