Klemmplatte Pneumatische Arretierung von Maschinenachsen

Redakteur: Jan Vollmuth

Die neue Klemmplatte KP09P von Siko eignet sich durch ein neuartiges patentiertes Klemmverfahren als kostengünstiges Maschinenelement zur automatisierten und überwachten Fixierung von Spindeln an Produktionsmaschinen.

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Die pneumatische Klemmplatte KP09P.
Die pneumatische Klemmplatte KP09P.
(Bild: Siko)

Die neue Klemmplatte KP09P von Siko eignet sich durch ein neuartiges patentiertes Klemmverfahren als kostengünstiges Maschinenelement zur automatisierten und überwachten Fixierung von Spindeln an Produktionsmaschinen.

Die pneumatische Klemmplatte KP09P verfügt über ein stabiles Zink-Druckgußgehäuse in der Außenkontur der mechanischen Positionsanzeige DA09S. Somit kann die Klemmplatte ohne mechanische Anpassungen in bestehende Maschinenkonzepte integriert werden.

Durch das Hohlwellen-Design wird die KP09P einfach auf die Maschinenachse aufgeschoben und über zwei Befestigungsschrauben am Maschinenkörper fixiert.

Die Klemmung wird durch ein in die Durchgangsbohrung eingelegtes Gummielement erzielt. Bei anliegendem Druck bläht sich dieses auf, schmiegt sich um die Welle und fixiert diese in der jeweiligen Position. Die Klemmplatte ist zur Aufnahme rein rotativer Bewegungen hin optimiert. Da sich das Gummielement nur um wenige Zehntelmillimeter ausdehnt beeinträchtigen auch häufige Lastwechsel die Lebensdauer nicht.

Das Haltemoment der pneumatischen Klemmplatte hängt vom Betriebsdruck der Druckluftversorgung und von der Sauberkeit der Wellenoberfläche ab. Beim zulässigen Maximaldruck von 6 bar wird ein Haltemoment von 3 Nm erreicht. Zum Anschluss der Pneumatik ist die KP09P wahlweise mit M5- oder R1/8“-Gewinde verfügbar.

Die Vorteile der pneumatischen Klemmung liegen auf der Hand. Beim Formatwechsel werden alle Verstellachsen einer Maschine durch einen Steuerbefehl an die Pneumatik-Versorgung freigegeben. Nach abgeschlossener Positionierung werden wiederum auf Knopfdruck sämtliche Achsen in Position arretiert. Das manuelle Lösen und Fixieren mittels Klemmhebel entfällt komplett. Die dadurch erzielte Zeiteinsparung führt direkt zu einer Steigerung der Produktivität der jeweiligen Maschine.

Klemmplatte ermöglicht Prozessüberwachung

Weiterhin ermöglicht die Überwachung der Pneumatik während der Produktion eine Prozesskontrolle. Bei stabil anliegendem Betriebsdruck ist sichergestellt, dass sich keine Klemmung löst und zu einer unerwünschten Veränderung der eingestellten Formate führt. Somit bietet die pneumatische Klemmplatte KP09P eine Möglichkeit der Prozessüberwachung, um dadurch die Qualität des Endprodukts sicher zu stellen.

Aufgrund der großen 30 mm Durchgangsbohrung ist die Klemmplatte KP09P für viele im Maschinenbau üblichen Spindelgrößen geeignet. Zur Adaption auf kleinere Wellendurchmesser als 30 mm steht eine Reduzierhülse als Zubehör zur Verfügung. Diese wird vor Montage der Klemmplatte mittels Gewindestiften auf der Verstellachse befestigt. Das Gummielement der KP09P greift dann direkt am Außenumfang der Reduzierhülse an.

Dieses Konzept besticht durch zwei wesentliche Vorteile. Einerseits kann die immer gleiche Klemmplatte nur durch Verwendung unterschiedlicher Hülsen für Wellendurchmesser von kleiner 10 mm bis zum Maximum von 30 mm verwendet werden. Weiterhin ist das Haltemoment unabhängig von der Wellengröße immer gleich hoch, da das Gummielement der KP09P immer an der Mantelfläche eines 30-mm-Durchmessers angreift.

Konstruiert als eigenständiges Maschinenelement, jedoch anbaukompatibel zu vielen Siko-Positionsanzeigen und Stellantrieben erlaubt die KP09P den Einsatz in vielfältigsten Kombinationen. Eine Verwendung als eigenständiges Klemmelement an einer Rotationsachse ist genauso möglich wie die Kombination mit einer mechanischen oder elektronischen Positionsanzeige. Durch die maßliche Kompatibilität zu den Stellantrieben AG03 und AG05 von Siko ist sogar eine Verwendung der KP09P als kostengünstige pneumatische Bremse möglich. (jv)

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