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Ökologischen Fußabdruck klein halten

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Zahlreiche Umweltschutzinitiativen auf unterschiedlichen Ebenen

Das mag für sich genommen noch nicht wie eine umfangreiche Aufgabenstellung klingen. Doch muss hier erneut darauf verwiesen werden, dass es sich um eine komplexe Wertschöpfungskette handelt und dass es im breiten Kontext der Fertigungsprozesse für Druck- und Verpackungsanwendungen zahlreiche Umweltschutzinitiativen auf unterschiedlichen Ebenen gibt. Es gibt verschiedene Umweltmanagementsysteme wie ISO 14001, Lean Six Sigma sowie das US-amerikanische, branchenspezifische LIFE-System (Label Initiative For the Environment) des Tag and Label Manufacturers Institute. Die Zertifizierung nach umweltfreundlichen Beschaffungsstandards, wie FSC und PEFC bei Papier, stellt eine weitere Alternative dar. Die Umweltschutzstandards, die sich an Markeninhaber und Endkunden richten, wie das Wal-Mart Supplier Sustainability Assessment, erhöhen die Komplexität weiter.

Während die Rohstofflieferanten und größten Beschichter/Laminierer im Wesentlichen weltweit tätige Hersteller sind, handelt es sich bei den Verarbeitern von Selbstklebeetiketten in der Mehrzahl um kleine bis mittlere Unternehmen, für die es schwierig ist, solche zusätzlichen Maßnahmen zu unterstützen. Trotzdem engagieren sich die FINAT-Mitgliedsunternehmen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg individuell für die aktive Bereitstellung von technologischen Lösungen, um den Abfall zu verringern und ihren ökologischen Fußabdruck zu verkleinern, um die REACH-Anforderungen vor allem in Bezug auf Klebstoffe und Beschichtungen zu erfüllen, um neue Substrate für Etiketten und Trägermaterialien sowie Klebetechnologien zu erkunden und dünnere Materialien zu verwenden, ohne jedoch Kompromisse bei den Leistungsparametern der Etiketten zuzulassen.

Profil einer einheitlichen Branche

Doch gibt es Grenzen, an die einzelne Unternehmen in einer wettbewerbsintensiven Umgebung stoßen, wenn sie die Anforderungen der drei „P“ – Personen, Planet, Profit – erfüllen möchten. Dabei fällt einem Verband wie dem FINAT im Bereich der Nachhaltigkeit von Etiketten eine eindeutige Aufgabe zu: Er muss die Vorstellungen der vielen unterschiedlichen Stufen der Wertschöpfungskette zu einem einheitlichen Programm zusammenfassen und alle seine Mitglieder im breiteren Kontext der weltweiten Verpackungsindustrie gegenüber dem letztendlichen Käufer seiner Produkte, d. h. den Markeninhabern, Einzelhändlern und Verbrauchern, vertreten.

Global Packaging Project (GPP) schafft Nachhaltigkeitsplattform

Zweifellos haben die Markeninhaber und Einzelhändler mit dem Global Packaging Project (GPP) des Consumer Goods Forum eine herausragende Nachhaltigkeitsplattform geschaffen. Sie bringt die weltweit führenden Hersteller und Einzelhändler sowie deren Verpackungslieferanten auf jeder Ebene und die entsprechenden Branchenverbände als eine einheitliche Gruppe mit einem einheitlichen Programm zusammen. Diese Gruppe hat mit dem Global Protocol on Packaging Sustainability bereits definiert, was heute als anerkannter Rahmen für die Debatte um die Nachhaltigkeit in der Lieferkette gilt.

Durch seine einheitliche professionelle Nachhaltigkeitssprache, die die Beschränkungen des kommerziellen Vorteils überwindet, ermöglicht das GPPS-Protokoll einen sinnvollen Dialog zwischen Kunden und Lieferanten zu angemessenen Parametern, um den ökologischen Fortschritt zu messen.

FINAT unterstützt diese aktiv und vertritt dabei nicht nur die Interessen der vielen tausenden Etiketten-Verarbeiter in Europa und darüber hinaus, die den Endkunden fertige Etiketten zur Verfügung stellen, sondern auch der im Verband organisierten Zulieferer.

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