Metalle, Kunststoffe Neues Werkstoff-Servicecenter soll Kunden entlasten

Redakteur: Stefanie Michel

Mit der Erweiterung seines Dienstleistungsspektrum durch den Bau des Werkstoff-Servicecenters für Metalle und Kunststoffe reagiert Dreckshage auf Trends am Markt. Das komplette Werkstofflager befindet sich nun in Bielefeld, um den Kunden zu entlasten und ihm die Möglichkeit zur Produktivitätssteigerung zu geben.

Anbieter zum Thema

Nach und nach ist im Maschinenbau und bei seinen Zulieferern das Bedürfnis nach kompletten Dienstleistungen aus einer Hand gewachsen. So folgt die Einrichtung des Werkstoff-Servicecenters bei Dreckshage in Bielefeld einem seit längerem zu beobachtenden Trend.

„Da war es nur eine Frage der Zeit, auf den Markt zu reagieren und den Kunden von seinen weniger nutzbringenden Aufgaben zu entlasten“, sagt Werner Schäper, Prokurist bei Dreckshage. Man will den Unternehmen nicht die Arbeit wegnehmen, sondern ihnen rechtzeitig ein Angebot zur eigenen Produktivitätssteigerung machen. Vorbild ist die Automobilindustrie, die sich schon seit Jahren auf ihre Kernkompetenzen, Entwicklung und Zusammensetzung der Fahrzeuge konzentriert, und alle anderen Tätigkeiten aus dem Haus an externe Dienstleister vergibt.

Externe Lagerhaltung von Metallen und Kunststoffen

Für das Unternehmen, das sich von seiner Lagerhaltung trennt, bleibt mehr Platz für die eigentliche Kernkompetenz. Außerdem entstehen mehr Freiräume für die Raum- und Personalplanung. Alle Tätigkeiten, die nicht zur Kernkompetenz gehören, will Dreckshage auffangen und diese als Dienstleistung übernehmen.

In der Praxis heißt das: Aufwendige Lagerhaltung, Säge- und Zerspanungsarbeiten und Resteentsorgung stehen nicht mehr auf dem täglichen Arbeitsplan. Aus Einkäufersicht lässt sich ebenfalls an der Kostenschraube drehen. Einkäufer in den Unternehmen können keine Experten auf allen Gebieten sein. Deshalb greift der Werkstoffspezialist auch als Dienstleister auf sein umfangreiches Know-how zurück und kann zudem von den größeren Einkaufsvolumen profitieren, die er an seine Kunden weitergibt. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass der Kunde nur eine Rechnung für alle Werkstoffe bekommt und so der gesamte Beschaffungsprozess effizienter wird.

Ein gut funktionierendes Logistiksystem im Hause Dreckshage garantiert die termingerechte Lieferung direkt an die Maschine. Alle Werkstoffe sind entsprechend den Anforderungen des Kunden kommissioniert und verpackt und können direkt weiterverarbeitet werden. Michael Werther, der Verantwortliche für das Werkstoff-Servicecenter: „Alles das, was wir nicht selbst bearbeiten können, übernehmen kompetente Partner. Sie zerspanen die Werkstoffe oder veredeln die Oberflächen. Der Kunde bemerkt von all dem nichts. Für ihn ist es wichtig, am Ende über das benötigte Bauteil zu verfügen, denn das spart Zeit und Kosten.“

Marktbeobachtung von Metallen und Kunststoffen als Grundlage des Angebotes

Die Bielefelder sind sich im Klaren, dass Unternehmen, die seit vielen Jahren ein eigenes Lager haben und sich nun von ihm trennen sollen, erst einmal Skepsis zeigen und Bedenken äußern. In Gesprächen sollen diese nach und nach ausgeräumt werden, um eine Vertrauensbasis zwischen dem Unternehmen und dem Dienstleister aufzubauen.

„Wir sehen uns als Partner des Maschinenbaus“, so der Prokurist Schäper, denn jedes Unternehmen müsse sicher sein und sich auf die zuverlässige Bereitstellung der gewünschten Werkstoffe verlassen können. Zuviel stehe dabei auf dem Spiel, sind sich die Bielefelder über die große Herausforderung und die Verantwortung bewusst. Unternehmen, die schnell über ein Material aus dem Lager verfügen möchten, können es sich nicht leisten, den Produktionsprozess zu unterbrechen. Auch am Wochenende muss das Zusammenspiel reibungslos funktionieren.

Die Erweiterung seines Dienstleistungsportfolios ist für den Werkstoffspezialisten eine logische Konsequenz seiner Geschäftspolitik, denn Märkte zu beobachten und mit eigenen Angeboten frühzeitig darauf zu reagieren, ist fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Für die zerspanende Herstellung von Bauteilen für die Kernzielgruppe Maschinenbau bietet das Unternehmen eine breite Palette an Werkstoffen, wie Blankstähle, hochfeste Stähle, Nichteisen-Metalle und technische Kunststoffe.

Die technische Kompetenz im Haus und die Verzahnung mit den anderen Abteilungen sind ein weiterer Wettbewerbsvorteil und eine Stärke, die die Bielefelder auszeichnet. „Unser Ziel ist es, den Kunden zu begleiten“, so Werner Schäper. Bauteile von Kunden zu beurteilen, Zeichnungen zu lesen, dem Kunden Beratung und entsprechende Dienstleistung anzubieten, dies seien zukunftsweisende Mehrwerte.

(ID:222025)