Bolzen

Neues Fügeverfahren entwickelt

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Verfahren lässt sich mit Klebetechnik verbinden

Damit erfüllt das Verfahren die hohen Anforderungen sicherheitsrelevanter Verbindungen und lässt sich zudem auch mit der Klebetechnik verbinden. Die hohe Geschwindigkeit, mit der der Setzbolzen die Werkstoffe durchdringt, verhindert, dass sich der Klebstoff unkontrolliert verteilen kann. Dafür sorgt die kurze Fügezeit, die nach Angaben von Michael Kleffmüller bei deutlich unter einer Sekunde liegt. Damit ist das Verfahren mehr als dreimal schneller als etwa das Direktverschrauben. Heute besteht nicht nur aus der Automobilindustrie großes Interesse an dem Verfahren. „Wir haben uns mit dem Bolzensetzen weit nach vorn gewagt und die hohe Innovationskraft unseres Unternehmens nachhaltig unterstrichen“, resümiert Dr. Torsten Draht, Projektmanager Forschung und Entwicklung der Böllhoff Gruppe.

Herausforderungen bei der Entwicklung von Rivtac

Als besondere Herausforderungen bei der Entwicklung des Verfahrens erwiesen sich einerseits die Setzbolzengeometrie und die Werkstoffzusammensetzung des Verbindungselements. Andererseits galt es, den Setzbolzen auf die benötigten Beschleunigungsgeschwindigkeiten zu bringen. Das mit intensiver Forschungsanstrengung verbundene Ergebnis „wird den kommenden Anforderungen insbesondere im Karosseriebau gerecht werden“, ist Michael Kleffmüller überzeugt. Wichtigste Station auf dem Weg in die Praxis ist das Böllhoff eigene akkreditierte Labor. Die zentrale Einrichtung für ein kompromissloses Qualitätsmanagement ist bereits seit 1999 nach DIN EN ISO EIC 17025:2000 zertifiziert. Zum Einsatz kommen dort modernste Verfahren für mechanische und physikalische Prüfungen sowie chemische Materialanalysen.

Handwerkzeug mit 4 bis 8 bar Druckluft

Bei den Handwerkzeugen Rivtac Portable wird ein über Druckluft mit 4 bis 8 bar beschleunigter Kolben dazu verwendet, den Setzbolzen in die zu fügenden Bauteile einzutreiben. Parallel dazu wird im eigenen Entwicklungslabor bereits an vollautomatischen Bolzensetzsystemen gearbeitet.

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