Gleitlager-Werkstoffe Neuer Werkstoff für den Motorraum sowie Clipslager für Mehrgelenkscharniere

Redakteur: Karl-Ullrich Höltkemeier

Es gibt heute kaum ein Fahrzeug, in dem keine Gleitlager aus Kunststoff als Ersatz für metallische Gleit- und Wälzlager stecken. Das Einsatzspektrum reicht von einfachen Anwendungen

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Es gibt heute kaum ein Fahrzeug, in dem keine Gleitlager aus Kunststoff als Ersatz für metallische Gleit- und Wälzlager stecken. Das Einsatzspektrum reicht von einfachen Anwendungen in Sitzsystemen bis hin zu thermisch hoch beanspruchten Applikationen im Motorraum. Für den Einsatz im Motorraum hat igus den neuen Polymerwerkstoff „iglidur H1“ entwickelt. Die neuen langlebigen Lager eignen sich, wenn hohe Standzeiten bei extremen Umgebungsbedingungen gefordert sind. Sie sind schmiermittelfrei, verschleißfest und reibungsarm auch bei hohen Temperaturen, Feuchtigkeit und Chemie. Geeignet sind sie auch etwa als Lkw-Bremssattellagerung bei 170 °C; dabei erweisen sie sich überdies schwingungsdämpfend und medienbeständig (Bremsflüssigkeit u.a.). Unter dem Motto „Clipsen statt Klappern“ präsentierte igus auf der IAA neu auch „iglidur“-Clipslager, die einfach in gestanzte Bleche oder Kragenzüge eingeschlagen werden, entwickelt für automatisierte Prozesse und Großserien. Spezielles Werkzeug ist nicht nötig, wenn die Lager in Sitz- und Verdecksystemen oder in Mehrgelenkscharnieren zum Einsatz kommen. Durch einen Hinterschnitt sind sie verliersicher. Neben den Clipslagern stehen u.a. auch „iglidur“-MKM-Umbördelbuchsen zur Verfügung (mit geschlitzten Segmenten, die sich beim Anschrauben einfach „umlegen“) sowie Kunststofflager mit Verdrehsicherung.

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