Simulieren, Berechnen, Visualisieren Neue CAE-Software unterstützt Entwicklung und Herstellung von Spritzgießwerkzeugen für Zahnräder

Redakteur: Karl-Ullrich Höltkemeier

Das Verzugsverhalten von Kunststoffen ist nichtlinear. Somit sind für die Optimierung des Werkzeuges in der Regel mehrere Korrekturschleifen erforderlich, die Zeit und Geld kosten. Softwareunterstützung tut Not, hat man sich bei Hugger gedacht und mit externer Unterstützung eine CAE-Software für Herstellung von Zahnradwerkzeugen entwickelt.

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Die Anwendungsbreite für technische Kunststoffe vergrößert sich permanent, da es heute zunehmend gelingt, Kunststoffe gezielt mit definierten Eigenschaften zu entwickeln und herzustellen. Der Vorteil für die Konstrukteure liegt auf der Hand: Der Anwendungsbereich für kostengünstige Spritzgießteile erweitert sich mehr und mehr und macht auch nicht Halt vor anspruchsvollen Zahnrädern für Serienprodukte.

Doch Kunststoffzahnräder sind Formteile der besonderen Art. Nicht nur eine überschaubare Anzahl von Funktionsmaßen muss in der Toleranz liegen. Die gesamte umlaufende Verzahnungsgeometrie, einschließlich Rundlauf, ist funktionsbestimmend und muss somit in der Mitte der vorgegebenen Toleranzbänder liegen.

Auf Basis von Schwund- und Verzugsinformationen Verzahnungsgeometrien mit „Vorhalt“ zu generieren

Da aber Kunststoff beim Erkalten schwindet und sich abhängig von den gegebenen Wandstärkenverhältnissen auch noch verzieht, stellt die Herstellung von Spritzgieß-werkzeugen für Kunststoffzahnräder eine große Herausforderung dar. Erfahrung alleine genügt nicht, wenn es darum geht, mit möglichst wenigen Korrekturschleifen zu einem zeichnungsgerechten Teil zu kommen. Erforderlich sind neben einer systematischen Vorgehensweise eine Software, die in der Lage ist, auf Basis von Schwund- und Verzugsinformationen Verzahnungsgeometrien mit „Vorhalt“ zu generieren, um so die Störgrößen im Werkzeug zu kompensieren. (Mehr Infos nach dem Umblättern)

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